Formel 1

Formel 1: Streckenrekord in Bahrain

— 05.04.2016

Renntempo bleibt das Problem

Noch nie hat ein Fahrer den Kurs in Bahrain so schnell umrundet wie Lewis Hamilton im Qualifying 2016. Erleben wir die schnellste Formel 1 aller Zeiten?

Die Formel 1 ist 2016 viel schneller geworden. Schon in Australien war Weltmeister Lewis Hamilton im Qualifying 2,5 Sekunden schneller als im Vorjahr. Auf dem 5,412 Kilometer langen Kurs in Bahrain waren es sogar drei Sekunden. Mit 1:29,493 drehte er einen neuen Streckenrekord! Er löst Mark Webber um ein paar Hunderdstelsekunden ab.

Mark Webber 2005 im BMW-Williams in Bahrain

Das Beeindruckende: Webber hatte bei seiner Rekordrunde 2005 einen 3,0-Liter-Zehnzylinder von BMW in seinem Williams-Heck. Hamiltons Mercedes-Motor verfügt nur über einen Hubraum von 1,6 Litern und sechs Zylinder. Aber Turbo und Elektro-Power durch Abgas- und Bremsenergie sorgen dafür, dass Mercedes schon in diesem Jahr an der 1000-PS-Marke kratzt.

Die Motoren sind 2016 rund 40 PS stärker. Der Abtrieb wurde durch Aeordynamikentwicklungen um zehn Prozent gesteigert. Und Pirelli baut schnellere Reifen. Die Mischungen sind weicher - und in Bahrain kamen anders als 2015 auch die superweichen Pneus zum Einsatz, die weichste aller Mischungen. Und die schnellste.

Aber: „Das Problem ist nicht das Qualifying, sondern das Rennen“, weiß Sebastian Vettel. „Die Autos gehen mit viel mehr Gewicht ins Rennen und haben auch mehr Gewicht als vor zehn Jahren.“ Sieger Nico Rosberg drehte in 1:34,482 die schnellste Rennrunde. Das ist mehr als vier Sekunden langsamer als die bisher schnellste Rennrunde, aufgestellt von Rekordchampion Michael Schumacher 2004 im Ferrari.

Rosberg: Anstrengungen am Sonntag überschaubar

Damals durfte Schumacher noch Nachtanken und so gut wie jede Runde voll am Limit fahren. Das ist 2016 anders. Rosberg gibt zu: „Ich bin keine einzige Runde Vollgas gefahren.“ Dass er nie ernsthaft unter Druck gesetzt wurde, war ein Grund. Aber nicht der einzige: Heute haben Fahrer pro Jahr nur fünf Motoren, müssen verstärkt auf den Reifenverschleiß achten und mit nur 100 Kilogramm Benzin über die Distanz kommen. Das geht nur, wenn man etwas Druck vom Gasfuß nimmt.

2017 sind noch schnellere Autos geplant. Vettel glaubt: „Wenn die Autos generell noch schneller macht, dann macht uns das auf eine Runde noch schneller, aber für das Rennen ist uns nicht wirklich geholfen.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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