Die besten Bilder aus Suzuka

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Formel 1: Suzuka-Sieg für Rosberg

— 09.10.2016

War's das schon für Hamilton?

33 Punkte trennen Nico Rosberg und Lewis Hamilton bei vier noch ausstehenden Rennen. Schlägt der Brite noch einmal zurück? Das sagen die Mercedes-Bosse.

Die Bilder sprachen Bände: Während Nico Rosberg vor der Mercedes-Garage Sportchef Toto Wolff mit Schampus übergoss und mit den Mechanikern in extra angefertigten Triple-T-Shirts den Gewinn der dritten Konstrukteurs-WM in Folge feierte, stand Lewis Hamilton teilnahmslos im Hintergrund. Nach Rosbergs Sieg und Platz drei für Hamilton in Japan, hat der Brite schon 33 Punkte Rückstand in der WM auf seinen Rivalen.
Rosberg im Siegerinterview: „Fahre nicht auf zweite Plätze“

Niki Lauda und Toto Wolff trösten Lewis Hamilton

„Das wird schwer aufzuholen. Es läuft sehr gut für Nico“, meinte Hamilton beim Blick auf die WM-Tabelle. Sein Boss Niki Lauda ging sogar noch einen Schritt weiter. „Lewis dreht das nicht mehr“, sagte der Österreicher, ehe er seinen genkickten Schützling in den Flieger packte, um ihn wieder mit nach Europa zu nehmen. Doch war es das wirklich schon mit Hamiltons WM-Chancen?

„Unser Fokus ist, ihn wieder aufzubauen. Nach so einem Rennen ist nicht der Zeitpunkt, den Finger in die Wunde zu legen“, so Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, wohl auch mit Blick auf Hamiltons Schnarch-Start. Vom zweiten Platz war er in Runde eins auf die achte Position zurückgefallen. Zwar entschuldigte sich Hamilton umgehend am Funk bei seinem Team. Zu Gute halten muss man dem Weltmeister aber, dass er dabei auch Pech hatte. Nach den Regenfällen am Morgen war die rechte Fahrbahnseite noch nicht so gut abgetrocknet wie die Ideallinie, von der aus Pole-Mann Rosberg losfahren durfte.
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Kommt seinem WM-Traum immer näher: Nico Rosberg

„Von da, wo ich nach dem Start war, habe ich mein Bestes gegeben. Ich bin froh, dass ich nach vorne zurückkommen und noch ein paar Punkte mitnehmen konnte“, meinte Hamilton später. Allein: Zehn weitere Zähler hat der Brite auf Rosberg in Suzuka trotzdem eingebüßt. Den Titel hat er damit nicht mehr selbst in der Hand. Denn selbst wenn Hamilton alle vier verbleibenden Rennen in den USA, Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi gewinnt, reichen Rosberg jeweils zweite Plätze zur WM-Krone!

Vor dem Hintergrund von Red Bulls aufsteigender Form sind vier Silberpfeil-Doppelsiege allerdings eher unwahrscheinlich - die Spannung in der WM bleibt also erhalten. Toto Wolff würde Hamilton jedenfalls noch nicht abschreiben. „Wir haben die beiden besten Fahrer der Welt, sie pushen sich ständig zu einem neuen Level. Das bedeutet aber auch, dass derjenige, der einen schlechten Tag hatte, meistens noch besser zurückkommt“, erklärte der Österreicher.

Kalte Dusche von Rosberg: Für Wolff... und Hamilton

In Suzuka hatte nun wieder Rosberg die Oberhand, der in allen Trainings, dem Qualifying und dem Rennen Erster wurde. „Wir haben von beiden schon solche perfekten Wochenenden gesehen. Bei Nico war es zuletzt in Singapur so, bei Lewis in Malaysia, bis der Motor hochgegangen ist. Interessant und neu ist aber, dass diese Wellenbewegungen jetzt jedes Wochenende wechseln. Früher hat es meist mehrere Rennen hintereinander gedauert“, verriet Wolff.
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Die Frage, ob Hamilton zuletzt unkonzentriert wirkte - wie etwa bei seinem Snapchat-Eklat in der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Rennen, der sogar zu einem Presse-Boykott des Weltmeisters führte - verneinte Wolff: „Ich denke, darauf kann man es nicht reduzieren. In Malaysia hatte er gerade erst ein tolles Wochenende, bis ihn die Technik im Stich gelassen hat. Die Tage zwischen den Rennen war er wieder guten Mutes. Das andere sind nur kleine Irritationen. Ich glaube nicht, dass die ihn beeinflussen.“

Schon am Start fiel Hamilton von zwei auf acht zurück

Wolff: „Es sind noch vier Rennen und er hat immer noch die Chance zu gewinnen. Er wird zurückkommen.“ Einhundert Punkte sind in der Saison 2016 maximal noch zu vergeben. Allein: Auch der Mercedes-Sportchef gibt zu: „Der Abstand ist groß und wenn alles normal läuft, wird es schwer das aufzuholen. Aber ein Ausfall und die Lücke ist weg.“ Dass es so weit kommt, hofft Wolff natürlich nicht: „Wir wollen beiden Fahrern gleichwertiges Material geben. Und über die letzten drei Jahre war es zwischen ihnen auch ziemlich ausgeglichen, was Probleme am Auto betrifft.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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