Formel 1

Formel 1: Technik-Tricks am Heck

— 12.11.2016

Auch Ferrari übt für 2017

Ferrari präsentiert in Brasilien ein Update an den hinteren Bremsschächten. Mit Blick auf die neuen Regeln 2017 wird dieser Bereich immens wichtig.

Sebastian Vettel hatte es bereits angekündigt: Ferrari wird trotz der eher enttäuschenden Saison 2016 nicht aufhören, das aktuelle Auto weiterzuentwickeln. Grund: Man verspricht sich von den Updates auch Fortschritte für das nächste Jahr. So brachte die Scuderia auch nach Brasilien neue Teile mit und konzentrierte sich dabei auf die Heckpartie des Autos.

Die Anordnung der hinteren Bremsschächte wurde komplett überarbeitet, ist jetzt kürzer und hat eine neuen Unterflügel am Ende. Dieser ist vertikal komplett gerade und leitet den Luftfluss direkt in den Bereich der Hinterräder, womit sich die Version deutlich von der nach innen geneigten ursprünglichen Anordnung unterscheidet.

Ferrari legt den Fokus bei der Entwicklung aufs Heck

Ferrari testet damit, ob der Luftfluss an den äußeren Rändern des Diffusors weniger durch Verwirbelungen gestört wird, die seitlich an den Hinterrädern entstehen. Dieser Teil ist für die Performance des Fahrzeugs tatsächlich sehr entscheidend, auch wenn es sich dabei nur um Detailarbeit handelt.

Da in diesem Bereich große Zugewinne an Downforce zu erzielen sind, findet er aktuell so große Beachtung bei den Technikern, um die Autos bestmöglich für die neuen Regeln 2017 weiterzuentwickeln. Das Heck wird dabei insgesamt wichtiger, weil der Diffusor größer wird, der Heckflügel niedriger aber breiter und die Reifen fetter - ergo müssen die Strömungsverhältnisse komplett neu hinterfragt werden.

Wie bereits am Freitag in Sao Paulo zu sehen war, tüftelt auch die Konkurrenz weiter an Verbesserungen im selben Bereich. So fuhr Mercedes an Lewis Hamiltons Auto im Training extra mit Aero-Gittern, um die Luftströmungen am Heck zu messen und die Daten anschließend mit den Simulationen in der Fabrik zu vergleichen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Paolo Filisetti / Picture-Alliance

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