Formel-1-Test Jerez 2009

Formel-1-Test Jerez 2009

— 04.03.2009

Bestzeit für Alonso

Fernando Alonso gab im Rahmen der Formel-1-Testfahrten in Jerez mit seiner Tagesbestzeit ein kräftiges Lebenszeichen von sich - Für Lewis Hamilton reichte es nur zu Platz sieben unter acht Teilnehmern.

Mit der ersten Bestmarke von Fernando Alonso im neuen Renault R29 endete der vierte von fünf Testtagen im südspanischen Jerez de la Frontera. Nachdem die ersten drei Tage im Zeichen von Sebastian Vettel (Red Bull) und Timo Glock (Toyota) standen, hatte der Lokalmatador am Mittwoch, 4. März 2009, auch ein bisschen Glück mit den Wetterbedingungen. Er setzte sich dank einer Zeit von 1:19.945 Minuten an die Spitze des Klassements. Alonso fuhr am Vormittag einen schnellen Run mit mehreren Topzeiten am Stück und stellte somit unter Beweis, dass es sich bei der Leistungssteigerung in dieser Woche nicht um eine Eintagsfliege handelt. An das überragende Pensum von 152 Runden am Dienstag kam er zwar nicht mehr heran, aber mit 130 Umläufen stimmte auch die Zuverlässigkeit. Außerdem war der Ex-Weltmeister nicht zuletzt dank eines neuen Frontflügels heute der einzige Fahrer unter 1:20 Minuten.

Nur der Iceman blieb Alonso auf den Fersen

Mit der zweitbesten Zeit des Formel-1-Testages abslvierte Kimi Räikkönen einen guten Tag für die Scuderia.

Als einziger Konkurrent konnte Kimi Räikkönen (Ferrari/105 Runden) halbwegs mit Alonso mithalten - der "Iceman" büßte 0,305 Sekunden auf die Spitze ein. Das Ferrari-Team arbeitete unter anderem an Temperaturtests, um ein Überhitzen von Komponenten im Ernstfall zu verhindern. Abkühlung ganz anderer Art kam jedoch am frühen Nachmittag, als es vorübergehend zu regnen anfing, was eine Zeitenjagd effektiv zunichte machte. Gut eine halbe Sekunde Rückstand auf Alonso hatten Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team /99 Runden) und Jarno Trulli (Toyota/131 Runden): Heidfeld verursachte am frühen Morgen die erste und einzige rote Flagge der Session, während bei Toyota die Boxenstoppübungen fortgesetzt wurden. Mark Webber im Red-Bull-Renault wurde nach 107 Runden mit 0,949 Sekunden Rückstand solider Fünfter unter acht Teilnehmern.

Sutils Force India-Mercedes nur knapp hinter dem silbernen Original

Eine solide Leistung bot Adrian Sutil. Der Force India-Pilot war nur ein Zehntel langsamer als Weltmeister Lewis Hamilton.

Erst hinter Kazuki Nakajima (6./Williams-Toyota/+ 1,003/83 Runden) folgte Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/+ 1,357) auf dem vorletzten Platz: Der Weltmeister schaffte 70 Runden, obwohl er am Vormittag mit einem brennenden Heck an die Box kam, was einen Motorwechsel erforderlich machte. Seitens der Silberpfeile wurde der Zwischenfall heruntergespielt. Ebenfalls interessant: Im Gegensatz zu gestern war heute wieder der 2008er-Heckflügel dran. Den achten Platz belegte Adrian Sutil an seinem zweiten vollen Testtag im neuen Force-India-Mercedes VJM02: Der Deutsche absolvierte 79 Runden und war um 1,466 Sekunden langsamer als Alonso. Dass man damit Letzter wird, beweist einmal mehr, wie knapp die Teams in diesem Winter beisammen liegen. Wirklich etwas herauslesen kann man aufgrund der unterschiedlichen Programme aber auch aus den heutigen Zeiten nicht.

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