Formel 1

Formel 1: Testfahrten in Bahrain

— 20.04.2017

McLaren gibt endlich Gas!

Die Formel 1 blieb zwei Tage länger in Bahrain um zu testen. Bei Ferrari, Renault und Honda gab es Motorschäden. Aber McLaren legt den ersten guten Testtag hin!

Endlich hat die Formel 1 wieder ein echtes Duell. Wenn die Fans zum Formel-1-Rennen den Fernseher einschalten, wissen sie nicht schon vorher, wer gewinnt. Ferrari und Mercedes kämpfen auf Augenhöhe. Beide haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Jetzt beginnt das Entwicklungsrennen. Wer besser und schneller das Auto weiterentwickelt, hat die besten WM-Chancen. Nur logisch daher, dass Mercedes und Ferrari an den zwei Testtagen in Bahrain wieder am meisten Kilometer zurücklegten: Ferrari 1.462, Mercedes 1.300. Auf Rang drei folgt Williams mit 1.175 Kilometer – also rund einer Renndistanz weniger.

Mercedes machte die bessere Figur: Valtteri Bottas und Lewis Hamilton rangierten im Klassement ganz vorn – und mussten nie wegen eines Motorenproblems stehen bleiben. Ja, Sie haben richtig gelesen: Auch Hamilton hat es sich nicht nehmen lassen, den Mercedes zu testen. In den letzten Jahren war er testfaul, jetzt aber hat Mercedes einen echten Gegner – und Probleme mit den Reifen. Die Silberpfeile kriegen die Pneus nur im Qualifying ins richtige Arbeitsfenster. Da steigt dann auch Hamilton ins Testauto.
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Sebastian Vettel war in Bahrain Drittschnellster. Ferrari hatte aber immer wieder Probleme. Ein Stromausfall in der Garage war noch harmlos. Aber ein Motorschaden und ein Ölleck sind bedenklicher. Vor allem weil Ferrari am Bahrain-Rennwochenende bereits früher als geplant eine neue Motoreinheit ins Auto bauen musste. Beim Testen gibt es natürlich Zusatzkomponenten, aber an den Rennwochenenden dürfen pro Fahrzeug nur vier Einheiten in einer Saison verbrannt werden. Da hinkt Ferrari derzeit hinterher.

Erstmals im Formel-1-Renner unterwegs: Sean Gelael

Das Formel-1-Sorgenkind Nummer eins ist McLaren-Honda. Doch am zweiten Testtag die Überraschung: Stoffel Vandoorne knallt die viertschnellste Rundenzeit auf den Asphalt und dreht 81 Bahnen. Erst als die Session beendet wurde, blieb der Belgier im McLaren-Honda noch stehen. Weil McLaren am ersten Testtag aber nur auf 17 Runden kam, ist das Team mit 536 Testkilometern wieder Schlusslicht.
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Aber: Auch Red Bull hat mit 595 Kilometer nur unwesentlich mehr getestet. Renault hatte beim Testen gleich mehrere Motorschäden zu beklagen: Am ersten Tag erwischte es Daniel Ricciardo im Red-Bull-Renault und Sean Gelael im Toro-Rosso-Renault.

Gelael fuhr erstmals in einem Formel-1-Rennwagen von Toro Rosso. Der Indonesier ist in der Formel 2 unterwegs, sein Vater Ricardo Gelael gehört die Fast-Food-Kette KFC Indonesia, ist also steinreich und will seinen Sohn in die Formel 1 bringen. Der schnellste der sechs Testfahrer war Antonio Giovinazzi im Ferrari als Fünfter. Insgesamt waren 23 Piloten in Bahrain unterwegs.
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Das Wochenklassement

1. Valtteri Bottas (Mercedes) 1:31,280 Minuten
2. Lewis Hamilton (Mercedes) 1:31,358
3. Sebastian Vettel (Ferrari) 1:31,574
4. Carlos Sainz (Toro-Rosso-Renault) 1:31,884
5. Antonio Giovinazzi (Ferrari) 1:31.984
6. Stoffel Vandoorne (McLaren-Honda) 1:32,108
7. Kevin Magnussen (Haas-Ferrari) 1:32,120
8. Esteban Ocon (Force-India-Mercedes) 1:32,142
9. Daniil Kvyat (Toro-Rosso-Renault) 1:32,213
10. Gary Paffett (Williams-Mercedes) 1:32,253
11. Sergey Sirotkin (Renault) 1:32,287
12. Daniel Ricciardo (Red-Bull-Renault) 1:32,349
13. Romain Grosjean (Haas-Ferrari) 1:32,452
14. Felipe Massa (Williams-Mercedes) 1:32,509
15. Pierre Gasly (Red-Bull-Renault) 1:32,568
16. Nico Hülkenberg (Renault) 1:33,624
17. Lance Stroll (Williams-Mercedes) 1:33,729
18. Sean Gelael (Toro-Rosso-Renault) 1:33,885
19. Alfonso Celis (Force-India-Mercedes) 1:33,939
20. Pascal Wehrlein (Sauber-Ferrari) 1:34,462
21. Marcus Ericsson (Sauber-Ferrari) 1:34,500
22. Oliver Turvey (McLaren-Honda) 1:35,011
23. Sergio Pérez (Force-India-Mercedes) 1:35.015

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller / Red Bull Content Pool

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