Michael Schumacher Mercedes GP W02

Formel 1-Tests in Barcelona

— 11.03.2011

Schumi mit Bestzeit

Mit Michael Schumacher ist in dieser Formel 1-Saison wohl zu rechnen: Bei Testfahrten in Barcelona fuhr der Ex-Weltmeister Bestzeit und düpierte Red Bull und Ferrari.

(dpa/sb) Mit einem runderneuerten Silberpfeil hat Michael Schumacher in Barcelona für einen Paukenschlag gesorgt. Der siebenmalige Formel-1-Champion stellte am Freitag (11. März) auf dem Circuit de Catalunya eine famose Bestzeit auf: Schumacher war in 1:21,268 Minuten deutlich schneller als Titelverteidiger Sebastian Vettel im Red Bull in diesem Jahr und auch als Ferrari-Star Fernando Alonso. Das Paket mit den Neuerungen für den Silberpfeil könnte also der von Mercedes erhoffte Volltreffer sein. "Wir wollen diese Rundenzeit nicht überbewerten, aber unser Team, Michael und Nico haben seit dem letzten Test in Barcelona vor drei Wochen sehr gut gearbeitet und einen großen Schritt nach vorne gemacht", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Schumacher sei jene Zeit gefahren, "die unsere Berechnungen nach den letzten Windkanalversuchen ergeben hatte – und das ist immer ein gutes Zeichen", so Haug weiter.

Formel 1-Auto von Ferrari umbenannt

Schumacher blieb bei guten äußeren Bedingungen auf dem Grand-Prix-Kurs nicht nur einmal unter der bisherigen Barcelona-Testbestzeit in diesem Jahr, die am Vortag überraschend Neuling Sergio Perez im Sauber aufgestellt hatte. Vettel hatte für seine schnellste Runde auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs 1:21,865 Minuten benötigt – also mehr als eine halbe Sekunde mehr. Erst am Abend vor Schumachers letztem Testeinsatz waren alle neuen Teile an der Strecke eingetroffen. Kurz zuvor hatte Schumacher noch gelassen zu Protokoll gegeben, dass die Kurve nach oben zeige. "Wir hoffen, dass wir eine ordentliche Rolle spielen." Man sei aber noch nicht in der Position von Red Bull.

Zu autobild.de-Motorsport

Schumacher war im Silberpfeil in 1:21,268 Minuten deutlich schneller als Titelverteidiger Sebastian Vettel im Red Bull.

Umgehend danach hatte Teamchef Ross Brawn allerdings schon kundgetan: "Ich hoffe, wir können Michael widerlegen." Das übernahm der siebenmalige Weltmeister dann selbst. Nachdem Brawn zu Beginn der Testfahrten am 1. Februar von einem "Mercedes Vanilleeis pur" gesprochen hatte, hat das deutsche Werksteam nun offenbar die Himbeersoße und die Sahne angerührt. Nach der Absage des eigentlich für dieses Wochenende angesetzten WM-Auftakts in Bahrain setzte das Team darauf, jeden Tag auszureizen. Der Rennstall, der mittlerweile ganz in Händen von Daimler und dessen Großaktionär Aabar ist, fährt daher auch an diesem Samstag noch auf dem Grand-Prix-Kurs, der allgemein als Gradmesser für die Saison gilt. "Ich bin sicher, diese Zeit wird hier noch unterboten werden – aber schlecht ist sie nicht", meinte Haug zu Schumachers Runde.

Ist der McLaren eine Gurke?

Für Vettel blieb zum Unterbieten nur noch ein halber Testtag, Red Bull fährt am Samstag nicht mehr. Der RB7 des 23 Jahre alten Heppenheimers und seines Teamkollegen Mark Webber hatte bei allen Testtagen in diesem Jahr einen starken Eindruck hinterlassen. Vettel hatte bis zum Freitag viermal die Bestzeit aufgestellt und einiges an Runden und Kilometern abgespult. Und auch Ferrari hinterließ stets einen überzeugenden Eindruck. Mit der überarbeiteten Version des Mercedes könnten die Hoffnungen der deutschen Fans auf ein Duell von Schumacher und Landsmann Nico Rosberg mit Vettel aber neue Nahrung bekommen haben. In zwei Wochen in Australien wird man es wissen.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.