Wintertraining mit Carlos Sainz Jr.

Formel 1: Tipps von Webber und Ricciardo

— 19.10.2017

Hartley: „Mit 18 war ich noch nicht bereit“

Brendon Hartley debütiert in Austin. Der Neuseeländer verrät: So lief der Deal mit Toro Rosso und deshalb musste er so lange auf seine F1-Premiere warten.

Am anderen Ende der Welt hilft man sich: Vor seinem Formel-1-Debüt an diesem Wochenende in Austin hat sich Brendon Hartley Rat bei den beiden Australiern Mark Webber und Daniel Ricciardo geholt. „Mit Mark war ich heute frühstücken und mit Daniel habe ich vor zwei Tagen den Abend verbracht", erzählt Hartley am Donnerstag vor dem USA GP. "Beide haben mir wertvolle Tipps gegeben und Tricks verraten, zum Beispiel zu den Reifen. Ich habe sie mit Fragen gelöchert.“

Lang ist es her: Hartley und Ricciardo bei ersten Tests

Am Freitag im Training wird der neue Toro-Rosso-Pilot, der in seiner Juniorenzeit 2006 beim Team Motorsport Arena Oschersleben in der Formel Renault fuhr, seine ersten Kilometer in einem Formelwagen seit 2012 absolvieren. „Danach werden sicher auch meine Fragen an Mark und Dan besser“, schmunzelt Hartley. Für den 27-Jährigen geht dieses Wochenende ein Traum in Erfüllung. „Der Start am Sonntag wird ein großer Moment für mich“, sagt der Ex-Red Bull-Junior, der sein überraschendes F1-Debüt selbst eingeleitet hat.

Hartley verrät: „Als Porsche den Ausstieg aus der LMP1 bekanntgegeben hat, habe ich Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportboss; d. Red.) angerufen und ihm gesagt: 'Ich bin bereit.' Er hat dazu nicht viel gesagt - nur, dass er die Nachricht verstanden hat. Drei Monate später kam dann auf einmal der Anruf.“ Von seinem Einsatz in Austin hat Hartley „nicht viel früher erfahren als die Presse.“ Obwohl er seinerzeit aus dem Förderprogramm flog, lohnt sich die Verbindung nun für Team und Fahrer also doch noch.

Hartley (l.) belebte den Kontakt zu Helmut Marko (r.)

„Ich war damals einfach noch nicht soweit. Ich hatte vielleicht etwas zu früh ein paar Erfolge, dann mit 18 Jahren einen Formel-1-Test. Ich bin damals nicht gut mit dem Druck umgegangen, war jung und weit weg von zuhause“, gibt sich Hartley mit Blick auf die Vergangenheit selbstkritisch. „Dann habe ich aber die Langstreckenrennen für mich entdeckt und viel gelernt - in einer Kategorie, die auch sehr anspruchsvoll ist wie die Formel 1.“

Deswegen ist sich der Neuseeländer sicher: „Porsche hat mich gut vorbereitet. Ich bin jetzt viel stärker als damals. Mit 18 war ich nicht bereit. Aber jetzt bin ich es!“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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