Formel 1

Michael Schumacher: Stationen seiner Karriere

Formel 1: Todt mit dritter Amtszeit

Ex-Schumacher-Teamchef bleibt FIA-Präsident

Jean Todt bleibt für vier weitere Jahre Präsident des Automobilweltverbandes FIA. Es wird seine letzte Amtszeit. Hermann Tomczyk wird Vizepräsident.
 
Fünf WM-Titel als Ferrari-Teamchef mit Michael Schumacher von 2000 bis 2004; bis heute sind das die größten Erfolge von Jean Todt. Seit acht Jahren ist er Präsident des Automobilweltverbandes FIA. Heute wurde der 71-jährige Franzose für vier weitere Jahre im Amt bestätigt. Ende 2021 wird er dann abtreten.
Michael Schumacher: Alle News

Jean Todt und Michael Schumacher waren ein erfolgreich zusammen

Todt dankte für das Vertrauen: „Es ist erstaunlich, so universelle Unterstützung zu genießen. Ich sehe das als eine Bestätigung der Richtung, die die FIA unter meiner Führung eingeschlagen hat, und als Ermutigung, die Programme fortzuführen, die wir in den letzten acht Jahren verfolgt haben.“

Michael Schumacher: Stationen seiner Karriere

Todt wird sich in den kommenden Jahren zahlreichen Herausforderungen unter anderem im Motorsport stellen müssen: Die Tourenwagen- und Sportwagen-Weltmeisterschaft müssen wegen sinkender Starterzahlen neu aufgestellt werden. In der Formel 1 sollen Gelder künftig gerechter verteilt und das Budget gedeckelt werden. Außerdem soll 2021 ein neues technisches Reglement Einzug halten. Überall wird Todt ein Wort mitsprechen.
ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk ist als Vizepräsident nominiert worden.
Kommentar von ABMS-Redaktionsleiterin Bianca Garloff:
Dass Jean Todt ohne Gegenkandidat in seine dritte Amtszeit einziehen konnte, zeigt seine Macht innerhalb der FIA. Vor allem aber auch, dass er etwas richtig gemacht haben muss. Einerseits sind das natürlich die Finanzen. Die Einnahmen haben sich in den letzten sieben Jahren von 46 auf 115 Millionen Euro (2016) mehr als verdoppelt. Höhere Nenngelder der Formel-1-Teams sind nur ein Grund dafür. Der Automobilweltverband steht gesünder da als je zuvor. Auch was eine gemeinsame Linie angeht. War die FIA unter Todts Vorgänger Max Mosley ein zerrissener Haufen, steht sie jetzt geschlossen hinter ihrem Präsidenten und dessen Projekten. Dazu gehört vor allem Todts Engagement zur Sicherheit im Straßenverkehr. Bewundernswert, wie der Franzose globale Stars als Botschafter der Kampagne #3500lives gewann und nicht müde wird sich für mehr Sicherheit einzusetzen. 
Im nächsten Jahr will er sich vermehrt auch dem Umweltschutz widmen. Todt zeigt sich damit nicht rückwärtsgewandt, sondern modern und weltoffen. Dass ihm Kritiker immer wieder vorwerfen, er würde sich aus dem Motorsport zu sehr heraushalten, war allein der alten Machtkonstellation um Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone geschuldet. Seit Liberty Media am Ruder ist, befruchten sich FIA und Formel 1 wieder. Todt wird auch hier dafür sorgen, dass Puristen zwar weiter ihren Spaß am Motorsport haben – dass zukunftsweisende Technologien aber ihren Platz in der Szene behalten. 
Die größte Aufgabe seiner letzten Amtszeit wird es, einen Nachfolger aufzubauen, der seine Arbeit fortsetzt. Es würde mich nicht wundern, wenn Schumis ehemaliger Teamchef sich dafür eine Frau aussuchen würde.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen