Grid Girls bei der Formel 1 2017

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Formel 1: Todt über Ferraris Drohung

— 27.11.2017

"Ausstieg wäre schmerzhaft für Ferrari"

FIA-Präsident Jean Todt spricht über die Zukunft der Formel 1, ein neues Motorenkonzept und die Ausstiegsdrohung seines ehemaligen Teams Ferrari.

Hinter den Kulissen der Formel 1 tobt noch immer ein Streit um die Motoren der Zukunft. Nachdem Formel 1 und FIA eine Variante des Antriebs ab 2021 vorgestellt haben, drohte Ferrari-Präsident Sergio Marchionne zuletzt sogar mit Ausstieg. FIA-Präsident Jean Todt glaubt indes, dass ein Rückzug aus der Königsklasse auch den Roten schaden würde: "Ja, es würde mir Sorgen bereiten, wenn Ferrari oder Mercedes gingen", räumte er in einer kleinen Presserunde am Rande des Rennens in Abu Dhabi ein. "Es wäre aber auch schmerzhaft für Ferrari, nicht in der Formel 1 vertreten zu sein."

Der Grund, so Todt, der das Säbelrasseln der Scuderia damit cool kontert: "Ferrari ist eine Kultmarke - die durch eine Kombination aus Renn- und Straßenwagen entsteht." Heißt auch: Ohne die Königsklasse würde Ferrari seinen einmaligen Ruf ebenfalls einbüßen.

ABMS bei der Gesprächsrunde mit FIA-Boss Jean Todt

Der Franzose kommt den Herstellern aber auch entgegen. Der Regelfindungsprozess für den Motor der Zukunft sei noch nicht abgeschlossen, verrät er. Todt: "Die aktuellen Motoren sind zu teuer, zu kompliziert, zu leise. Aber man kann auf ihrer Konstruktion aufbauen. Über eine Evolution des aktuellen Antriebs unterhalten wir uns gerade mit den Herstellern." Dabei scheint ein Abschied von der MGU-H nicht in Stein gemeißelt.

Todts neuer Vorschlag: "Mein Traum wäre es, dass man diesen Motor auch in anderen Kategorien einsetzen kann. Warum Mercedes, Ferrari, McLaren, sogar Red Bull oder Neueinsteiger nicht so dazu ermutigen, zum Beispiel auch in Le Mans an den Start zu gehen, ohne einen komplett neuen Motor entwickeln zu müssen? Gleiches gilt auch umgekehrt. Wir müssen Synergien schaffen." Dazu passt, so der FIA-Präsident: "Das würde auch hinsichtlich der Laufleistung passen. Vier Formel-1-Rennen sind ähnlich lang wie einmal die 24 Stunden von Le Mans."

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture Alliance

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