Formel 1: Toyota hat die Pleiten satt

Formel 1: Toyota hat die Pleiten satt Formel 1: Toyota hat die Pleiten satt

Formel 1: Toyota hat die Pleiten satt

— 30.05.2007

Galgenfrist für Klein-Schumi

Ralf Schumacher (31) steht vor einer ungewissen Zukunft. In den nächsten zwei Rennen geht es für ihn um alles. Was ist noch möglich?

Jetzt wird’s richtig eng für den letzten Schumi. Formel-1-Star Ralf Schumacher (31) steht nach zweieinhalb Jahren bei Toyota vor dem Aus! Nach BILD–Informationen erwägt der japanische Mega–Konzern (154 Milliarden Euro Jahresumsatz) sogar eine vorzeitige Beurlaubung des Deutschen, der noch bis Jahresende einen Vertrag hat.

Galgenfrist für Ralf! Fährt er nur noch zwei Rennen?

BILD erfuhr: Die Toyota–Führung hat nach dem schwachen Saisonstart ihres top–bezahlten Piloten (17 Mio. Euro im Jahr; erst ein WM–Punkt) entschieden, nach den zwei Nordamerika–Rennen (10.6. 2007 Kanada; 17.6. 2007 USA) knallhart Bilanz zu ziehen. Fährt Ralf da nicht zumindest auf dem Niveau von Kollege Trulli (Italien), ist seine Toyota–Zeit spätestens nach dieser Saison vorbei. Dann könnte aber sogar schon in Frankreich (1.7. 2007) ein anderer Fahrer in Ralfs Cockpit sitzen. Team-Präsident John Howett bestätigte BILD in Monaco: "Wir beobachten den Markt. Das ist nur professionell." Wie BILD erfuhr, kam es danach bei einem Treffen zwischen Howett und Ralf (in allen Trainings und im Qualifying in Monaco jeweils nur 20.) zu lautstarken Diskussionen – und gegenseitigen Schuldzuweisungen. Ralf ist das Auto zu schwach, Howett ist Ralfs Leistung zu schwach.

Einsatz und Siegeswillen sind gefragt

Gewohnte Perspektive: Ralf sieht das Feld meist nur von hinten.


Schumacher-Manager Hans Mahr zu BILD: "Das grundsätzliche Problem ist: Es kann nicht angehen, dass man da hinten herumfährt. Nicht für Toyota, schon gar nicht für Ralf Schumacher." Die schlimmste Ohrfeige für das Riesen–Team sind die Pleiten gegen Williams. Den Mini–Stall hatte Toyota vor der Saison mit ein paar Werksmotoren ausgestattet – und mit der Toyota–Power verbläst vor allem Nico Rosberg (21/schon fünf WM-Punkte) das steinreiche Mutter–Team jetzt ein ums andere Mal. Heißt im Klartext: Toyota konnte bisher einfach kein gutes Formel–1–Auto bauen. Doch auch Ralfs Leistungskurve zeigt steil nach unten. Die Toyota-Bosse hätten sich vom Bruder des Rekord-Champs nicht nur bessere Ergebnisse, sondern vor allem mehr Einsatz und Siegeswillen gewünscht.

Ralf und Toyota – nichts ist unmöglich ...

Ex-Weltmeister Niki Lauda zu BILD: "Ralf ist in eine Abwärtsspirale geraten. Seine Leistung derzeit ist bodenlos. Er muss so schnell wie möglich den Knopf finden, denn es wird langsam gefährlich." Toyota-Boss Howett war gestern zu keiner Stellungnahme bereit. Seine Sprecherin Fernanda Villas-Boas erklärte BILD: "Es gibt keinen neuen Stand. Die Gespräche zwischen Ralf Schumacher und Toyota laufen." Dass Ralf die Saison bei Toyota zu Ende fährt, wollte weder Toyota noch die Ralf–Seite bestätigen. Manager Mahr: "Wir haben einen Vertrag bis Saisonende. Und wir hoffen sehr, dass unsere Gesprächspartner bei Toyota – so wie bis jetzt immer – zu ihrem Wort stehen."

Autor: Tobias Holtkamp

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