Formel 1: Die besten Bilder vom Frankreich GP

Formel 1: Traditionsteam als Lachnummer

Irrer Schokoriegel-Streit um McLaren

Bei McLaren kracht es hinter den Kulissen. Die jüngste Episode ist grotesk: Wurden Schokoriegel als Prämie an Mitarbeiter ausgegeben?
Die Posse um das angeblich schlechte Teamklima bei McLaren nimmt immer groteskere Züge an: In den britischen Medien kursieren anonyme Aussagen von McLaren-Mitarbeitern, wonach die Crew für gute Arbeit und Extraschichten mit Schokoriegeln belohnt worden sei!

Dicke Luft bei McLaren: Boullier und Brown in der Kritik

Kein Witz! „Wir haben den ganzen Tag lang gearbeitet und Blut geschwitzt. Zur Belohnung geben sie uns Schokoriegel von Freddo im Wert von 25 Pence“, wird ein namentlich nicht genannter McLaren-Mitarbeiter von der 'Daily Mail' zitiert. Nicht zum ersten Mal hätte die Teamführung Süßigkeiten als Prämie eingesetzt, weswegen unter der Belegschaft bereits über einen Streik debattiert worden sei, so die Quelle.
„Aber die Leute fürchten um ihren Job“, gibt der anonyme Mitarbeiter an, laut dem das Klima im Team komplett „vergiftet“ ist und die Bosse „ahnungslos“ sind.
McLaren-Renndirektor Eric Boullier reagiert am Freitag im Fahrerlager beim Frankreich GP zwar mit Verwunderung auf die Aussagen, dementiert sie aber nicht: „Ich weiß nicht, wo das Problem dieser Leute ist. In einer Firma gibt es immer Leute, die mit Entscheidungen einverstanden sind oder nicht”, erklärt der Franzose. Das Gespräch mit der Belegschaft habe man bereits gesucht.

Ex-McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh

Auslöser für den Wirbel um McLaren war ein Brief von einigen Mitarbeitern an Ex-Teamchef Martin Whitmarsh, in dem auf Missstände im Rennstall hingewiesen wird und der den Briten zu einer Rückkehr animieren soll. Whitmarsh übte anschließend scharfe Kritik an der aktuellen Teamführung, bemängelte „zu viel Politik zwischen den Entscheidungsträgern“ und drängte sogar darauf, dass „einige von ihnen ihren Hut nehmen müssen“.
McLaren wies die Kritik durch einen Sprecher zurück: „Er hat das Recht auf seine Meinung, ist aber schlecht informiert. Was er gesagt hat, ist aus unserer Sicht eine Fehleinschätzung.“
Auch McLaren-Boss Zak Brown bezog am Freitag in Frankreich Stellung zu der Unruhe um das ehemalige Weltmeisterteam aus Woking. Als deren Herd macht der Amerikaner aber vor allem die nicht zufriedenstellende sportliche Situation aus: „Natürlich ist Platz vier oder fünf nicht der Anspruch von McLaren. Fakt ist aber auch, dass unsere aktuelle Platzierung in der WM unser bestes Ergebnis seit 2012 ist. Es geht also in die richtige Richtung“, so Brown.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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