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Formel 1: Training in Hockenheim

— 18.07.2014

Mercedes-Vorsprung schmilzt

Kein FRIC, dafür große Hitze: Der Vorsprung der Silberpfeile schmilzt in Hockenheim, ist aber noch vorhanden - Bestzeit für Hamilton vor Rosberg.



Zwar standen auch am Ende des Freitagstrainings zum Grand Prix von Deutschland nach 180 Minuten Fahrzeit zwei Silberpfeile vorne, aber so klein wie heute war der Vorsprung von Mercedes schon lange nicht mehr. Gerade mal eine Zehntelsekunde fehlte dem ersten Verfolger Daniel Ricciardo (Red Bull) auf die Bestzeit von Lewis Hamilton (1:18.341 Minuten).

Am Vormittag war noch Nico Rosberg auf Platz eins gelegen, der deutsche Lokalmatador blieb in der Tagesgesamtwertung aber 24 Tausendstelsekunden hinter seinem Teamkollegen. Insgesamt wirkte Hamilton etwas stärker: Der Brite wäre wahrscheinlich schon in der ersten Session Bestzeit gefahren, wenn er seine schnellsten Sektoren aneinandergereiht hätte, und wirkte auch bei den abschließenden Longruns mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar um einen Tick konstanter.

"Es war ein recht guter Tag, wir konnten eine Menge lernen", zeigt sich Hamilton zufrieden. "Die Temperatur ist sehr hoch, daher ist es sehr schwierig, die Reifen zu managen. Das könnte in dieser Beziehung vielleicht das schwierigste Rennen werden. Die Pole ist überall wichtig. Die Gerade bis zu Kurve 6 ist sehr lang, dort gibt es die Möglichkeit zu überholen. Mit DRS kannst du dort eine halbe Sekunde gutmachen. Aber von der Pole ist alles einfacher."

Massa fährt die besten Longruns

Bei der vielleicht wichtigsten Freitags-Übung, der Vorbereitung auf das Rennen, wurden beide Mercedes-Stars auf den weichen Reifen mit einer persönlichen Bestzeit von 1:22.2 Minuten gestoppt. Damit waren sie nur um eine Zehntelsekunde schneller als Sebastian Vettel (Red Bull). Nach dem Wechsel auf die härteren Pneus war dann Ricciardo praktisch gleichauf mit Hamilton und Rosberg. Doch es gab auch eine Überraschung.

Denn die absolute Longrun-Bestzeit ließ Felipe Massa (Williams) für sich notieren: 1:22.1 Minuten. Der Brasilianer konnte dieses Tempo am Ende des Trainings sogar über mehrere Runden hinweg einschlagen und täuschte damit über die bis dahin eher enttäuschende Williams-Pace hinweg. In der absoluten Tageswertung belegte er mit 0,683 Sekunden Rückstand nämlich den sechsten Platz; Valtteri Bottas (+1,044) wurde gar nur Zehnter.

Räikkönen schneller als Alonso

Kühlen Kopf bewahrte bei bis zu 58 (!) Grad Asphalttemperatur Kimi Räikkönen, der 0,546 Sekunden auf die Spitze einbüßte und Rang vier herausfuhr. Der "Iceman" hatte damit seinen Teamkollegen Fernando Alonso (9./+0,988) im Griff, aber der kämpfte auch mit stumpfen Waffen: Seine Crew konnte das Problem zwar noch nicht identifizieren, aus dem Boxenfunk ging aber hervor, dass Alonso nicht die volle Performance zur Verfügung stand.

Kevin Magnussen (+0,619) und Jenson Button (+0,880) fanden fast zwei Sekunden beim Wechsel von harten auf weiche Reifen und lagen mit wenig Benzin an Bord so weit vorne wie schon lange nicht mehr. Als dann aufgetankt wurde, konnten sie mit der Spitze aber nicht mehr ganz mitgehen. Vettel wurde in der Wertung der schnellsten Rundenzeiten Achter. Auf Hamilton fehlten ihm unterm Strich 0,907 Sekunden - und erneut eine Menge Holz auf Ricciardo.

Stark verbessert präsentierte sich Adrian Sutil: Fast so, als wolle der Sauber-Pilot auf die Ablösegerüchte antworten, stellte er heute Morgen erst seinen gehandelten Nachfolger Giedo van der Garde und am Nachmittag auch Esteban Gutierrez klar in den Schatten. Als Elfter hatte er nur knapp mehr als eine Sekunde Rückstand, auch wenn die Sauber-Pace im Renntrimm nicht mehr ganz so berauschend war. Vielleicht ist Sutil ja ein FRIC-Profiteur?

Hülkenberg mit guten Longrun-Zeiten

Bei Nico Hülkenberg war es genau umgekehrt: Der Force-India-Fahrer lieferte tadellose Longruns ab, kam dafür aber in der absoluten Wertung mit 1,252 Sekunden Rückstand nicht über Position 14 hinaus. Damit blieb er auch knapp hinter seinem Teamkollegen zurück. Ganz hinten landeten die üblichen Verdächtigen: Lotus, Marussia und Caterham - wobei Caterham am Nachmittag von technischen Problemen geplagt wurde.

Der Verzicht aller Teams auf die vernetzte Radaufhängung (FRIC) schien sich im zweiten Training nicht mehr so stark auszuwirken wie vor der Mittagspause - zumindest sah man etwas weniger Ausritte insbesondere der routinierten Fahrer. Die kurioseste Szene bescherte uns Kamui Kobayashi, als er seinen Caterham nach Verdacht auf Motorschaden selbst löschen musste. Die Streckenposten stellten sich dafür zu ungeschickt an...

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