Formel 1: Transfermarkt

Noch immer zwölf Cockpits frei

Das Formel-1-Feld füllt sich langsam, viele Bausteine sind gesetzt. Aber noch immer gibt es viele Fragezeichen und offene Cockpits. Ein Überblick.
Selten war ein Transfersommer so spannend in der Formel 1 wie dieses Jahr. Fernando Alonsos Rücktritt, der überraschende Wechsel von Daniel Ricciardo zu Red Bull und der Verkauf des Force-India-Teams bringen Schwung in die Silly-Season. Wir geben einen aktuellen Überblick:
Mercedes
Lewis Hamilton (Vertrag bis Ende 2020)
Valtteri Bottas (Vertrag bis Ende 2019, Option auf 2020)
Bei Mercedes ist alles fix: Lewis Hamilton und Valtteri Bottas haben Verträge für 2019, Hamilton sogar bis 2020, Bottas immerhin eine Option für 2020.
Ferrari
Sebastian Vettel (Vertrag bis Ende 2020)
Noch offen (Kimi Räikkönen? Charles Leclerc?)
Wer wird Teamkollege von Sebastian Vettel 2019? Wahrscheinlich wird die Entscheidung schon beim Ferrari-Heimrennen in Monza fallen. Kimi Räikkönen ist Favorit, Charles Leclerc der einzige andere Kandidat.
Red-Bull-Honda
Max Verstappen (Vertrag bis Ende 2020)
Pierre Gasly (Vertrag bis Ende 2019)
Nach dem überraschenden Abgang von Daniel Ricciardo zu Renault füllt Red Bull die Lücke mit einem neuen Red-Bull-Junior, Pierre Gasly. Max Verstappen bleibt an Bord.
Renault
Nico Hülkenberg (Vertrag bis Ende 2019)
Daniel Ricciardo (Vertrag bis Ende 2020)
Mit Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo hat Renault ab 2019 eine der besten Fahrerpaarungen im Feld. Zumindest damit ist Renault schon mal auf Topteam-Kurs.
Haas-Ferrari
Noch offen (Kevin Magnussen)
Noch offen (Charles Leclerc? Romain Grosjean?)
Im September will sich auch Haas Gedanken machen, wer 2019 im Cockpit sitzt. Auf Kevin Magnussen hat das Team eine Option. Romain Grosjean kommt so langsam auch wieder in Fahrt. Es könnte aber zu spät kommen. Ferrari will Junior Charles Leclerc unbedingt bei Haas parken.
McLaren-Renault
Carlos Sainz (Vertrag bis Ende 2020)
Noch offen (Esteban Ocon? Lando Norris?)
Fix ist: Fernando Alonso geht, Carlos Sainz kommt. Um das zweite Cockpit balgen sich  zwei Fahrer. Lando Norris bekommt derzeit schon Trainingseinsätze am Freitag, um ihn zu testen – in Monza erneut. Inzwischen steht aber auch Esteban Ocon bei McLaren hoch im Kurs. Stoffel Vandoorne ist für 2019 raus.
Toro-Rosso-Honda
Noch offen (Brendon Hartley?)
Noch offen (Lando Norris, Daniil Kvyat)
Brendon Hartley wird 2019 wohl noch eine Chance bekommen. Dan Ticktum ist der Red-Bull-Junior, der derzeit am weitesten ist. Aber selbst wenn er die Formel-3-Europameisterschaft gewinnt, hat er zu wenig Punkte für die Superlizenz, dem Formel-1-Führerschein. Deshalb muss Toro Rosso über Ex-Pilot Daniil Kvyat und Ferrari-Junior Antonio Giovinazzi nachdenken.
Sauber-Ferrari
Noch offen (Marcus Ericsson?)
Noch offen (Stoffel Vandoorne? Antonio Giovinazzi?)
Angeblich könnte Marcus Ericsson ab Monza für den Rest des Jahres zuschauen – um Platz für Stoffel Vandoorne zu machen. Doch 2019 dürfte der Schwede wieder zurückkehren. Seine Geldgeber besitzen das Sauber-Team. Charles Leclercs Abgang ist für 2019 sicher. Vandoorne dürfte dann seinen Platz einnehmen. Antonio Giovinazzi, ein weiterer Ferrari-Junior, schaut sich schon nach anderen Cockpits in der Formel E und der Sportwagenszene um.

Lance Stroll steht vor einem Teamwechsel

Racing­-Point-Mercedes

Noch offen (Sergio Pérez?)
Noch offen (Lance Stroll?)
Noch ist es nicht offiziell, aber die Fahrerpaarung beim ehemaligen Force-India-Team wird 2019 Sergio Pérez und Lance Stroll heißen. Der Teamname dürfte aber nochmal geändert werden.
Williams-Mercedes
Noch offen (Sergey Sirotkin? Nikita Mazepin?)
Noch offen (Artem Markelov? Robert Kubica? Esteban Ocon? George Russell?)
Williams braucht Fahrer mit Geld. Sergey Sirotkin wird daher an Bord bleiben. Angeblich soll Dmitry Mazepin, ein russischer Oligarch, ins Team investieren. Sein Sohn Nikita Mazepin hat aber noch nicht genug Superlizenzpunkte um 2019 Formel 1 fahren zu dürfen. Möglicherweise kauft Mercedes einen seiner Junioren (Esteban Ocon oder George Russell) mit kostenlosen Motoren oder dergleichen bei Williams ein.

Autoren: Michael Zeitler, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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