Pascal Wehrlein

Formel 1: Transfermarkt

— 11.07.2016

Wohin mit Wehrlein?

Kimi Räikkönen hat seinen Vertrag verlängert. Aber damit sind noch immer nicht alle offenen Fragezeichen auf dem Formel-1-Transfermarkt vom Tisch.

Die Chancen auf ein großes Stühlerücken auf dem Formel-1-Transfermarkt sinken. Alle drei Topteams, also Mercedes, Ferrari und Red Bull, sind mit auslaufenden Fahrerverträgen in die Saison gegangen. Red Bull hat mit der Beförderung von Max Verstappen die Zukunft schon in diesem Jahr geklärt und Ferrari in Silverstone den Vertrag mit Kimi Räikkönen um ein weiteres Jahr verlängert. Bleibt noch Mercedes. Die erneute Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Österreich könnte die Verhandlungen erschweren. Nicht weil ihm die Bosse und Rennkommissare die Schuld am Unfall gaben. Sondern weil immer deutlicher wird: Dieses Duell ist nur noch ganz schwer im Zaum zu halten. Je öfter sich die beiden in die Kiste fahren, desto mehr Punkte lassen sie liegen. Dieses Jahr ist weder Red Bull, noch Ferrari in der Lage, davon Profit zu schlagen. Das kann sich aber 2017 mit den neuen Aerodynamikregeln ändern.

Rosberg bangt um seinen Verbleib bei Mercedes

Während sich Rosberg und Hamilton in Spielberg von der Bahn schossen, fuhr Pascal Wehrlein als Zehnter in die Punkte. Warum sich also nicht eine vermeintlich bequemere Lösung ins Haus holen und Rosberg durch Wehrlein ersetzen? Der sagt selbst: "Natürlich würde ich am liebsten gerne direkt zu Mercedes gehen um Rennen und hoffentlich die Meisterschaft zu gewinnen. Aber sollte sich da nichts auftun, wäre ich froh, ein weiteres Jahr bei Manor zu bekommen."

Allein: Mercedes versucht Wehrlein den anderen beiden Kundenteams Williams und Force India schmackhaft zu machen. Das Problem bei Manor beschreibt Sportdirektor Dave Ryan: "Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, aber wir sind noch nirgends wirklich schnell genug. Das wird auch nächstes Jahr nichts, das braucht noch vier, bis fünf Jahre."

Williams und Force India zeigen Mercedes bislang noch die kalte Schulter. Bei Williams stehen die Fahrer Schlange: Valtteri Bottas, Felipe Massa, Lance Stroll, Jenson Button, Felipe Nasr – das Traditionsteam hat die Qual der Wahl. Force-India-Teamchef Vijay Mallya war in Silverstone erstmals in dieser Saison wieder an der Strecke. Und dort verkündete er: Nico Hülkenberg und Sergio Pérez bleiben auch 2017 an Bord. Aber: Noch im Juli könnten indische Behörden damit beginnen, Mallyas Besitz zu veräußern. Das hätte möglicherweise auch Einfluss auf das Team.

McLaren zögert die Entscheidung, ob Jenson Button oder Stoffel Vandoorne den zweiten Platz neben Fernando Alonso bekommt, noch mindestens zwei weitere Monate hinaus. Toro Rosso plant mit Daniil Kvyat. Derzeit drängt sich kein Red-Bull-Junior für einen Platz in der Formel 1 auf. Pierre Gasly gewann in Silverstone zwar sein erstes GP2-Rennen, aber das war sein erster Sieg seit dem Formel-Renault-Eurocup-Rennen 2013 in Le Castellet. Ein Sieg in drei Jahren – das ist keine Bilanz, nach der Red Bull die Fahrer aussucht. 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images

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