Formel 1: Alle Fahrer, Helme und Autos 2018

Formel 1: Transfermarkt aktuell

Diese Fahrerverträge laufen 2018 aus

Für viele Fahrer wird die am 25. März in Australien startende Formel-1-Saison 2018 eine entscheidende. Denn ihre Verträge laufen aus, die Zukunft ist ungewiss.
Das gab es noch nie: Kein Fahrer, der 2017 schon dabei war, wechselte im Winter den Rennstall. Dafür gibt es zwei Neulinge: Charles Leclerc ersetzt bei Sauber Pascal Wehrlein, Sergey Sirotkin bei Williams Felipe Massa. 2018 dürfte es auf dem Transfermarkt wieder etwas spannender werden. Ein Überblick über die Fahrer 2018 und wie lange ihre Verträge laufen.
Mercedes
Lewis Hamilton (Vertrag bis Ende 2018)
Valtteri Bottas (Vertag bis Ende 2018)
Beide Mercedes-Fahrer haben nur noch für diese Saison einen Vertrag. Heißt auch: Die zwei begehrtesten Cockpits sind für 2019 frei. Doch große Überraschungen werden nicht erwartet: Lewis Hamilton hat eigentlich keine Alternative zu Mercedes – und Mercedes keine Alternative zu Hamilton. Denn bei Ferrari sitzt Sebastian Vettel fest im Sattel und bei Red Bull Max Verstappen. Beide haben erst im Vorjahr einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Spannender wird es schon für Valtteri Bottas. Bleiben die Erfolge aus, könnte ein Junior wie Pascal Wehrlein oder Esteban Ocon befördert werden.
Ferrari
Sebastian Vettel (Vertrag bis Ende 2020)
Kimi Räikkönen (Vertrag bis Ende 2018)  
Wie jedes Jahr stellt sich die Frage: Bleibt Kimi Räikkönen eine weitere Saison? Im Oktober wird der Finne schon 39 Jahre alt. Alternativen hat Ferrari genug: Angefangen beim eigenen Junior Charles Leclerc, der aber bei Sauber zeigen muss, wie gut er wirklich ist. Bis hin zu Piloten aus den Konkurrenzteams: Daniel Ricciardo könnte neben Shootingstar Max Verstappen bei Red Bull die Lust verlieren – und auch Valtteri Bottas könnte sich nach einem neuen Cockpit umschauen müssen. Fix ist hingegen Sebastian Vettel. Der Deutsche ist bei Ferrari auf einer Mission: Er will das älteste aller Teams wieder auf die Erfolgsspur zurückbringen. Schwer vorstellbar, dass er aufgibt und den Vertrag vorzeitig aufkündigt.

Daniel Ricciardo muss sich 2018 gegen Verstappen beweisen

Red Bull
Daniel Ricciardo (Vertrag bis Ende 2018)
Max Verstappen (Vertrag bis Ende 2020)
Max Verstappen ist das neue Vettel-Projekt für Red Bull. Er sitzt fest im Sattel. Weil er Daniel Ricciardo auch teamintern immer mehr den Rang abläuft, könnte dem gut gelaunten Australier das Lachen vergehen. Echte Alternativen sind für ihn aber nur Ferrari und Mercedes – und McLaren, sollte das Team wieder zu alten Erfolgen zurückfinden. Sollte Ricciardo gehen, wird Carlos Sainz verpflichtet.
Force India
Sergio Pérez (Vertrag bis Ende 2018)
Esteban Ocon (Vertrag bis Ende 2019)
Das Team steht vor einer ungewissen Zukunft. Schon beim Auftakt in Australien könnte es gar nicht mehr Force India heißen. Ein Verkauf der Mannschaft ist denkbar. Das würde dann auch die Fahrerwahl beeinflussen. Die Ausgangslage: Sergio Pérez hat nur 2018 einen Vertrag. Die Entscheidung, 2017 bei Force India zu bleiben und nicht zu Renault zu wechseln, könnte sich als Fehler herausgestellt haben. Bei den Franzosen wird 2019 nur dann ein Platz frei, wenn Red Bull Carlos Sainz holt. Esteban Ocon hat eigentlich einen Vertrag für 2019, kann aber von Mercedes jederzeit ins Werksteam befördert werden.
Williams
Lance Stroll (Vertrag bis Ende 2018)
Sergey Sirotkin (Vertrag bis Ende 2019)
Sergey Sirotkin hat einen Zweijahresvertrag mit Williams abgeschlossen. Lance Stroll fährt, solange der Papa zahlt. Schon im Vorjahr gab es Gerüchte, Lawrence Stroll würde sein Geld abziehen und dafür bei Force India investieren. Die Gefahr besteht für Williams also immer. Das britische Traditionsteam ist auf Bezahlfahrer angewiesen. Sollte Stroll gehen, könnte Williams versuchen über Marcus Ericsson an die schwedischen Geldgeber zu kommen.
Renault
Nico Hülkenberg (Vertrag bis Ende 2018)
Carlos Sainz (Vertrag bis Ende 2018)
Beide Fahrerverträge laufen Ende 2018 aus, aber Renault ist zufrieden mit den Piloten. Einer Vertragsverlängerung steht also nichts im Weg – außer sie bekommen Angebote von besseren Teams. Carlos Sainz zum Beispiel ist von Red Bull nur an Renault ausgeliehen, kann ab 2019 wieder zurückgeholt werden.
Toro Rosso
Pierre Gasly (Vertrag bis Ende 2018)
Brendon Hartley (Vertrag bis Ende 2018)
Es ist kein Geheimnis: Die beiden Toro-Rosso-Fahrer sind nicht die neuen Vettels oder Verstappens. Daher könnten beide 2019 schon wieder ohne Platz dastehen. Vielleicht wird der Einfluss bei Honda sogar größer. Es ist kein Zufall, dass mit Nirei Fukuzumi ein Honda-Junior ins Red-Bull-Förderprogramm aufgenommen wurde. Fukuzumi fährt 2018 in der Formel 2. Überzeugt er dort, könnte er 2019 bei Toro Rosso landen.
Haas
Romain Grosjean (Vertrag bis Ende 2018)
Kevin Magnussen (Vertrag bis Ende 2018)
Beide Fahrer stehen immer wieder in der Kritik. Aber beide genießen die Rückendeckung der Teamführung. Als Ferrari ihren Junior Antonio Giovinazzi bei Haas parken wollte, blitzten die Italiener ab. Trotzdem könnte zumindest für einen von beiden Ende 2018 bei Haas Schluss sein. Ein möglicher Kandidat ist Sergio Pérez.
McLaren
Fernando Alonso (Vertrag bis Ende 2019)
Stoffel Vandoorne (Vertrag bis Ende 2019)
Beide Fahrer haben langfristige Verträge, auch der quengelnde Fernando Alonso. Gerade der Spanier dürfte aber Ausstiegsklauseln in seinen Vertrag gebaut haben, sollte McLaren auch ohne Honda 2018 wieder eine Lachnummer werden. Dann dürfte für den Spanier aber Schluss sein, außer er wechselt doch noch mal zu Renault zurück. McLaren hat dagegen genug Alternativen: Allen voran Junior Lando Norris.
Sauber
Marcus Ericsson (Vertrag bis Ende 2018)
Charles Leclerc (Vertrag bis Ende 2018)
Bei Sauber stellt sich die Frage, ob Alfa Romeo das Team komplett schluckt. Dann wird die erste Amtshandlung sein, Marcus Ericsson gegen Antonio Giovinazzi auszutauschen. Für 2019 ist die Fahrerbesetzung noch völlig unsicher – und abhängig von der Zukunft des Teams.

Formel 1: Alle Fahrer, Helme und Autos 2018

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance / Red Bull Content Pool

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