Formel-1-Transfers

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— 14.01.2004

Es wird eng für Heidfeld

Der Jordan-Rennstall greift nach den Millionen von Jos Verstappen. Dadurch gerät Nick Heidfeld in Not.

Heidfeld fiebert um Jordan-Vertrag

Der geplante Wechsel von Nick Heidfeld (Ex-Sauber) zu Jordan ist gefährdet. Zwischen 20. und 25. Januar fällt dort die Entscheidung. Jordans Ingenieure waren begeistert von Heidfelds Kurzauftritt in Jerez im Dezember, aber kurz vor Weihnachten verhandelte Teamchef Eddie Jordan mit Jos Verstappens Sponsor Trust, der zwischen acht und 15 Millionen Dollar aufbietet. Wovon drei das Gehalt für Verstappen werden sollen. Motorenpartner Cosworth favorisiert daneben den Schotten Allan McNish, Teamsponsor Benson & Hedges Ralph Firman.

Also doch: McLaren-Mercedes hat mit der extrem frühen Verpflichtung von Juan Pablo Montoya für 2005 eine bestimmte Absicht verfolgt. Unter dem Druck der Eilnachricht sollte BMW-Williams den begnadeten, aber nicht konstanten Kolumbianer schon früher freigeben – bereits für 2004.

Dies enthüllte nun Frank Williams. Doch der Teamchef dachte weder an einen Platztausch Montoyas gegen David Coulthard (McLaren-Mercedes) noch an einen Deal: "Es geht nicht ums Geld, es geht ums Gewinnen." So erklärt Williams sein Festhalten am längst abwanderbereiten Montoya. Der muss somit auf seine Gehaltserhöhung von sechs auf über zehn Millionen Dollar ein Jahr warten.

Schumi II hängt für 2005 in der Luft

Ralf Schumacher wollte seine verbesserte Position als möglichwerweise allein verbleibender Top-Pilot bei BMW-Williams geschwind für eine Gehaltserhöhung von zwölf auf 15 Millionen Dollar nutzen. Doch Frank Williams hat nach den schwankenden Schumi-II-Vorstellungen 2003 exakt entgegengesetzte Pläne. Deshalb liegen die Verhandlungen auf Eis. Nun hängt Ralf Schumacher für 2005 in der Luft. Er muss strampeln, denn Mark Webber (Jaguar) und Jenson Button (BAR-Honda) stehen nach intensiven Verhandlungen als potenzielle Nachfolger für ihn und Montoya bereit.

Auch BMW-Williams-Testfahrer Marc Gené meldet Ansprüche auf einen Stammplatz an. Die Nachwuchsstars Nico Rosberg und Nelson Piquet junior können sich in Kürze mit weiteren Fahrproben bei Weiß-Blau für Testverträge bewerben.

Bestätigt wird in den kommenden Tagen die Vertragsverlängerung von Rubens Barrichello bei Ferrari. Damit ist der heftige Kurzflirt der Italiener mit Kimi Räikkönen (bleibt 2005 bei McLaren-Mercedes) schon wieder beendet – angeblich auf Schumis Wunsch. Der Weltmeister denkt laut Präsident Luca di Montezemolo an eine Verlängerung seines Vertrages über 2006 hinaus.

Minardi verpflichtete Gianmaria Bruni. Beim zweiten Fahrer, Zsolt Baumgartner, wackelt trotz Vier-Millionen-Mitgift der ungarischen Regierung ein Sponsor. Und damit der Vertrag. Die Mineralölfirma "Mol Rt" zahlt für den Jordan-Sitz, nicht beim F1-Schlusslicht. Über die neuen Freitagstests will sich Anthony Davidson bei BAR als Button-Nachfolger profilieren. Und der US-Boy Townsend Bell, der Liebling des Ford-Konzerns, bei Jaguar.

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