Vettel

Formel 1: Trotz Ausfalls in Monte Carlo

— 27.05.2014

Vettel schreibt die WM nicht ab

Sebastian Vettel hat die WM 2014 noch nicht abgeschrieben: Gerüchte über einen Wutausbruch gegenüber seinem Team weist der Deutsche zurück.

Trotz seines Ausfalls wegen eines Turbolader-Schadens beim Großen Preis von Monaco gibt Sebastian Vettel sich nicht geschlagen. Vettel heute am Rande einer Veranstaltung am Red-Bull-Ring: „Solange mathematisch noch alles möglich ist, kämpfe ich weiter. Ich denke von Rennen zu Rennen und mein Blick ist nach vorn gerichtet. In Kanada müssen wir schauen, dass wir einen weiteren Schritt machen. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg, auch wenn es manchmal noch holpert.“ Vettel hat bereits 77 Punkte Rückstand auf WM-Leader Nico Rosberg. Trotzdem glaubt er weiter an sein Team.

Red Bull nähert sich Mercedes

Fahrspaß statt Frust: Vettel nutzt seinen Auftritt in Österreich, um nach dem Monaco-Aus den Kopf frei zu kriegen

„Natürlich hatten wir Anlaufschwierigkeiten“, räumt er ein und erklärt: „Dass wir bei den Wintertests nicht viel gefahren sind, hat uns sicher nicht geholfen. Aber Schritt für Schritt kommen wir ran an Mercedes.“ Der Vierfach-Weltmeister hat zudem Gerüchte dementiert, wonach er sein Team nach dem Ausfall im Fürstentum wütend angeschrien haben soll. Vettel: „Ich habe gehört, ich soll meinen Helm in die Ecke geschmissen und gesagt haben, sie sollen das Auto endlich auf Vordermann bringen, so könne es nicht weitergehen. Woher das kommt? Keine Ahnung!“

Den Teamkollegen angefeuert

„Ich bin aber eher der Typ, der konstruktiv versucht Lösungen zu finden. Natürlich läuft es im Moment nicht ideal und ich war auch nicht besonders glücklich, als ich ausgestiegen bin. Ich habe dann gefragt, was los war, aber im gleichen Atemzug die Jungs angefeuert, jetzt eben für Daniel (Ricciardo; d. Red.) das Bestmögliche rauszuholen“, so der Heppenheimer. Vor der Leistung seines neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo, der in Monaco erneut Dritter wurde, zieht Vettel ganz ohne Neid den Hut. „Daniel macht einen richtig guten Job. Das respektiere ich und sage: Chapeau.“

Erste Runden im F1-Ferrari

Vettel traf in Spielberg viele alte Bekannte: So zum Beispiel seinen Ex-Teamchef aus Toro-Rosso-Zeiten Gerhard Berger (links)

Während des PR-Events in der Steiermark fuhr Vettel übrigens erstmals einen Formel-1-Ferrari – den 88C von 1988. Als er aus dem roten Renner stieg, strahlte Vettel bis über beide Ohren. "Incredibile!". "Unglaublich" schwärmte er gegenüber den Mechanikern auf italienisch. Vettel begeistert: "Ich musste mich zwar erst wieder ans Schalten und Kuppeln gewöhnen. So viel hatte ich lange nicht mehr im Auto zu tun. Aber ich war schnell wieder drin. Das Auto war gigantisch, völlig anders als heute. Ich wäre gern noch länger gefahren." Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko grinste: "Sie können unsere Freunde in Maranello ruhig wissen lassen, dass Sebastian bei uns auch Ferrari fahren kann!"

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.