Malaysia

Formel 1: Überarbeitete Strecke

— 29.09.2016

Malaysia noch spektakulärer

Der Große Preis von Malaysia wird 2016 noch spektakulärer: Zwar blieb die Strecke vom Layout identisch, allerdings erhielten die Kurven ein neues Profil.

Es war die erste Formel-1-Strecke vom deutschen Designbüro um Hermann Tilke. Seit 1999 wird auf dem Sepang International Circuit der Grand Prix von Malaysia ausgetragen. 5,543 Kilometer misst die Strecke.

Am Layout wurde auch für 2016 nichts geändert. Aber das Profil der Abschnitte wurde überarbeitet. In neun Kurven wurde die Überhöhung geändert, am deutlichsten im letzten Bogen vor der Start-Ziel-Geraden. Dieser weist nun eine negative Überhöhung von 4% auf, statt eine positive von 2%. Die Kurve hängt also nach außen.

Vettel machte sich bereits ein Bild von den Umbauten

Jarno Zaffelli, dessen Dromo-Firma den Umbau leitete, verspricht: "Die Fahrer werden dort weinen, weil sie jede Runde etwas falsch machen werden!" Der Grund für die Änderung: Das Wasser soll bei den häufigen tropischen Regenfällen besser abgeleitet werden – und verschiedene Linienwahlen sollen zugelassen werden.

Nach einer ersten Streckenbegehung sagt Sebastian Vettel: "Was ich sehen kann, schauen die Neuerungen sehr gut aus. Es ist wichtig, dass diese Strecken immer wieder erneuert werden, um uns die bestmöglichste Performance zu ermöglichen und die Sicherheit zu gewährleisten."

Die überhöhten Kurven könnten große Auswirkungen haben: Die Reifen werden deutlich mehr beansprucht. Pirelli bringt daher die härtesten Mischungen nach Malaysia.

Die Änderungen an der Strecke betreffen aber auch Randsteine und Auslaufflächen. 3500 Quadratmeter asphaltierte Auslaufzonen wurden wieder durch Kiesbetten ersetzt – ein ungewöhnlicher Schritt.

Kommentar von ABMS-Redakteur Michael Zeitler

Malaysia wird jetzt noch spektakulärer

Auch wenn die Änderungen marginal erscheinen – ein paar Grad Überhöhung hier, ein paar Steinchen weg da. Die Updates am Sepang International Circuit könnten wegweisend sein für die Zukunft! Formel-1-Strecken müssen wieder spektakulärer werden: Mehr Herausforderungen für den Fahrer, höhere Chancen für Fahrfehler – und echte Folgen für Fahrfehler.

Dass wieder verstärkt auf Kiesbetten statt Auslaufzonen gesetzt wird, ist richtig. Dieser Trend muss sich auch auf anderen Strecken ausweiten. So werden Fahrfehler wieder bestraft und so wird wieder der Raum geschaffen für dramatische Wendungen in Rennen. Erinnern Sie sich noch, als Lewis Hamilton 2007 seine WM-Chancen in China im Kiesbett vergrub? Das sind die emotionalen Momente, die den Sport ausmachen. Und die mit jedem Stück Asphalt neben der Strecke immer mehr geklaut wurden. Hoffentlich dreht sich das jetzt wieder um. Der erste Schritt in Malaysia ist gemacht.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Tilke / Picture-Alliance

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