Die besten Bilder aus Baku

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Formel 1: Updates schlagen ein

— 23.06.2017

Red Bull plötzlich Geheimfavorit?

Die Updates wirken Wunder: Zweimal Bestzeit am Freitag für Max Verstappen. Kann Red Bull der Konkurrenz in Baku wirklich um die Ohren fahren?

Strahlende Gesichter bei den Red-Bul-Piloten: Der Tagesschnellste Max Verstappen bezeichnete den Einstand seines Teams in Baku als „besten Freitag des ganzen Jahres“ für das leidgeprüfte Top-Team. „Meine Runde war noch nicht einmal ideal, weil ich davor wegen gelber Flaggen die Reifen nicht aufwärmen konnte. Trotzdem Erster zu sein ist sehr positiv“, freute sich der Holländer, der in beiden Trainings in Baku die Bestzeit erzielte. Teamkollege Daniel Ricciardo wurde Zweiter und Dritter.

Red Bull hat nach dem enttäuschenden Start in die Saison Updates nach Baku mitgebracht - während das Team an der Aerodynamik nachbesserte, hat Renault für die Power-Strecke in Aserbaidschan mit neuen Mappings am Motor gefeilt. „Nicht schlecht für den Anfang“, rief Red-Bull-Berater Helmut Marko im Fahrerlager Renault-Teamchef Cyril Abiteboul hinterher.

Max Verstappen war gleich zweimal Schnellster

Denn am Freitag zeigten die Updates sofort Wirkung: „Vom Simulator bis zu ersten Runde hier, war die Balance top. Das Auto hat sich sofort super angefühlt. Die Vorbereitung in der Fabrik war also sehr gut“, lobte Verstappen.

Ex-F1-Pilot und Sky-Experte Martin Brundle machte sich am Freitag draußen an der Strecke ein Bild und stellte danach fest: „Vor allem auf den weichen Reifen sieht Red Bull deutlich stärker aus als die Konkurrenz. Sie bringen die Traktion am Kurvenausgang mit Abstand am besten auf die Strecke. Selbst der Ferrari kann da nicht mithalten.“ Besonders im kurvigen Mittelsektor in Baku hat das Team eine starke Visitenkarte abgegeben.

Sind Verstappen und Teamkollege Daniel Ricciardo also plötzlich der Geheimfavorit für das Rennen am Sonntag? „Es wird sehr schwer, da vorne zu bleiben. Aber zumindest ist unsere Pace besser als sonst“, stapelt Verstappen tief. Red Bulls Problem: Wie groß der Zeitgewinn durch das Renault-Update wirklich ist, wird sich erst im Qualifying zeigen, wenn die Konkurrenz von Mercedes und Ferrari wieder am Power-Knopf dreht.

Auch Red Bulls Pace über die Distanz macht Hoffnung

Aber: Für das Rennen am Sonntag sieht es gut aus. Verstappen und Ricciardo fuhren im Longrun eine durchschnittliche Zeit von 1.46,7 Minuten. Besser war nur Sebastian Vettel mit 1.46,6 Minuten. Red-Bull-Berater Helmut Marko zu ABMS: „Vettel wird im Rennen nur schwer zu schlagen sein. Trotz einiger Ausrutscher wirkten seine Zeiten sehr souverän.“ Der Österreicher lobt aber auch das eigene Auto und den guten Speed trotz der langen Geraden: „Wir fahren einen flachen Heckflügel und sind in den Kurven trotzdem schnell. Das Auto ist gut ausbalanciert und vermittelt den Fahrern Vertrauen.“

Daran konnte auch der Ausrutscher von Max Verstappen kurz vor Ende des zweiten Trainings nichts ändern. „Es war verrückt. Ich habe mich verbremst und erst versucht, die Kurve noch zu kriegen. Dann wollte ich aber doch auf Nummer sicher in den Notausgang“, erklärte Verstappen. „Dabei habe ich das Heck verloren und bin mit allen vier Rädern im Powerslide in die Bande gerutscht.“ Wichtige Teile für das Rennen seien dabei aber „zum Glück“ nicht beschädigt worden, verriet der Holländer.

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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