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Formel 1: USA GP 2016 - Qualifying

— 22.10.2016

Hamilton schlägt gegen Rosberg zurück

Lewis Hamilton startet vor Nico Rosberg von der Pole-Position aus in den USA GP in Austin. Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo erster Verfolger am Sonntag.

Nico Rosberg hat den Pole-Hattrick beim Grand Prix der USA verpasst und sich im Qualifying am Samstag Austin-Spezialist Lewis Hamilton geschlagen geben müssen. Mit einer Rundenzeit von 1:34,999 Minuten und zwei Zehnteln Vorsprung auf Rosberg sicherte sich Hamilton erstmals den besten Startplatz auf dem Circuit of the Americas.
Alle Ergebnisse hier im Überblick: Das Qualifying in Austin

Die Top-3 am Samstag: Rosberg, Hamilton, Ricciardo

"Unglaubich, endlich meine erste Pole hier! Das habe ich schon ein paar Jahre versucht und obwohl ich immer schnell war, hat es nie geklappt", erzählte Hamilton, der sich eine kleinen Seitenhieb gegen Rosberg nicht verkneifen konnte: "Kurve eins war immer meine Schwachstelle. Die habe ich nie hingekriegt, heute aber schon..." Anders als Rosberg, der gleich auf seiner ersten schnellen Runde in Turn eins zu weit hinauskam und sich zunächst hinter Hamilton einordnen musste.

Im zweiten Versuch steigerte sich der WM-Spitzenreiter zwar, am Ende aber schlug Hamilton abermals zurück und fuhr die 58. Pole-Position seiner Karriere raus. Rosberg erklärte indes: "Ich habe mich heute im ersten Sektor nicht so wohlgefült, da war Lewis schneller. Trotzdem hatte ich eine gute Runde." Von Platz zwei aus habe er im Rennen "noch alle Chancen. Wir haben dieses Jahr schon öfter gesehen, dass das Qualifying nicht so wichtig ist", meinte Rosberg.

Ecclestone will Rosberg nicht als Weltmeister haben

Der Deutsche geht mit 33 Punkten Vorsprung auf Hamilton in das viertletzte Rennen der Saison. Hamilton erhielt für seine Aufholjagd am Samstag jedoch prominente Fürsprache. "Du brauchst einen wie Lewis", erklärte F1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone aus Marketingsicht seinen Weltmeister-Wunsch. "Wenn Nico den Titel gewinnen würde, wäre das gut für ihn und gut für Mercedes, aber es würde dem Sport nicht unbedingt helfen, weil es nichts über ihn zu schreiben gibt", erklärte Ecclestone der Daily Mail.

Als erster Mercedes-Verfolger könnte am Sonntag Daniel Ricciardo Ecclestone einen Gefallen tun und die Spannung im WM-Kampf zurückbringen. Der Australier startet als Dritter hinter Rosberg, hat aber anders als die beiden Silberpfeile die superweichen Reifen aufgezogen. "Mit denen war ich im Longrun zufriedener. Ich hoffe ich komme damit gut von der Linie und kann die Jungs vorne dann gleich ärgern", so Ricciardo.

Ricciardo will die Silberpfeile am Sonntag jagen

Teamkollege Max Verstappen startet als Vierter, ebenso wie Hamilton und Rosberg aber mit der weichen Gummimischung. "Beide Fahrer hatten eine unterschiedliche Präferenz. Da nicht klar ist, welche Option die bessere ist, haben wir die Strategie als Team gesplittet", erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Der Brite fügte hinzu: "Ich glaube nicht, dass wir Mercesdes mit der gleichen Strategie schlagen. Deswegen ist es gut, wenn wir etwas anderes ausprobieren."

Ricciardo gab zu: "Richtig nah dran waren wir heute nicht an Mercedes. Es wird also schwierig. Ich versuche morgen aber alles, um zu gewinnen. Außerdem haben wir nach hinten einen guten Puffer auf Ferrari." Die Scuderia konnte die Zeiten der beiden Top-Teams am Samstag nicht mitgehen. Kimi Räikkönen wurde Fünfter, Sebastian Vettel Sechster - mit bereits 1,3 Sekunden Rückstand auf die Spitze.
Ferrari im Hintertreffen: Vettel gibt den Gute-Laune-Bär

Zufriedener dürfte Nico Hülkenberg sein. Der Deutsche schaffte es im Force India direkt hinter Vettel auf Platz sieben. Für Manor-Rookie Pascal Wehrlein war hingegen bereits früh Schluss. Der Worndorfer schied schon in Q1 aus, fährt als 20. aber immerhin vor seinem französischen Teamkollegen Esteban Ocon los.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Getty Images

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