Formel 1 USA GP

Formel 1: USA-Training abgesagt

— 23.10.2015

Hurrikan legt Formel 1 lahm

Ein heftiges Gewitter über der Strecke hat das zweite Training der Formel 1 am Freitag in Austin ausfallen lassen: Besseres Wetter ist kaum in Sicht.

Land unter in Austin: Der Himmel über dem 5,516 Kilometer langen Kurs in Texas wurde binnen Minuten fast schwarz, es donnerte, blitzte und goss in Strömen. WM-Leader Lewis Hamilton verschwand angesichts dieser Bedingungen lieber schnell in der Mercedes-Garage und auch der Rest seiner Formel-1-Kollegen suchte Unterschlupf, um anschließend hilflos zu verfolgen, wie ein Unwetter über dem Circuit of the Americas tobte. An Training in einem Rennwagen war auf der überfluteten Strecke am Freitagnachmittag nicht mal im Entferntesten zu denken. Nachdem die Strecke schon in der ersten Einheit am Vormittag nass war, kam die Formel 1 wenige Stunden später ganz zum Erliegen.
So lief das erste USA-Training: Rosberg in Austin vorne

Ecclestone leidet mit den Fans

Kein Spaß für die Zuschauer: Gegen Gewittersturm und starke Windböen half auch der Regenmantel nicht

Die zweite anderthalbstündige Session wurde zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben, dann abgesagt. In den kommenden zwei Stunden könne kein Rettungshubschrauber abheben, hieß es zur Begründung. Der Start eines Helikopters für Noteinsätze ist aber eine der Voraussetzungen, damit die Autos auf die Strecke dürfen. In der Kommandozentrale der Rennleitung informierte sich F1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone höchstpersönlich über die weiteren Prognosen. „Selbst wenn wir die Session jetzt freigeben würde, könnte keiner fahren. Es geht um die Sicherheit, nicht nur der Fahrer sondern auch der Streckenposten und Kameramänner, die bei so einem Gewitter unmöglich auf ihren Plätzen ausharren dürfen“, sagte Ecclestone.

Doch der F1-Zampano wäre nicht er, wenn er nicht zeitgleich auch die Show im Hinterkopf hätte. „Vor allem tun mir die Leute leid, die hergekommen sind, um Racing zu sehen und jetzt nur nass werden. Regen ist gut für die Show, aber eben nur in Maßen und für die Leute, die zu Hause im Trockenen vor dem Fernseher sitzen“, erklärte der Brite. Vierfach-Champion Sebastian Vettel schaute sich das Unwetter derweil aus der Garage seines Ferrari-Teams an und plauderte mit seiner Crew. Landsmann Nico Hülkenberg gab mit Kappe auf dem Kopf Interviews in seinem Force-India-Wagen - freilich ebenfalls in der Box seines Rennstalls und somit unter einem Dach stehend.

Qualifying erst am Sonntag?

Strecke unter Wasser: An normalen Fahrbetrieb war am Freitagnachmittag überhaupt nicht zu denken

Die Strecke stand indes unter Wasser. Eine Viertelstunde vor dem geplanten Beginn war eine Regenwahrscheinlichkeit von 100 Prozent prophezeit worden. Diesmal behielten die Wetterexperten damit zu 100 Prozent Recht. Auch für den Samstag und den Sonntagvormittag ist weiterer Regen vorhergesagt. Ob vor allem die Qualifikation am Samstag um 13.00 Uhr (Ortszeit/20.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) wie geplant durchgeführt werden kann, ist fraglich. Der Hurrikan, der auf den Namen Patricia hört und laut amerikanischem Wetterdienst einer der „stärksten Hurrikans, der sich je im nord-östlichen Pazifik entwickelt hat“ ist, zieht aus Mexiko heran. Eine Verschiebung auf Sonntagvormittag vor dem Rennen ist jedenfalls ein denkbares Szenario. Dann könnte am Sonntag doch noch ein Rennen gefahren werden und sich Lewis Hamilton womöglich vorzeitig seinen dritten WM-Titel sichern. (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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