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Formel 1: Verpokert sich Alonso?

— 04.10.2014

McLaren-Honda oder ein Jahr Pause

Fernando Alonso sieht sich immer noch als Königsfigur auf dem Transfermarkt. Der Spanier deutet sogar einen Verbleib bei Ferrari als Vettel-Teamkollege an.

Fernando Alonso zelebriert seine Presserunden derzeit als große Ferrari-Abschiedsshow. Dabei legt er weiter Störfeuer. „Für mich ändert Sebastian Vettels Abschied bei Red Bull nichts. Ich selbst treffe die Entscheidung, wo ich nächstes Jahr fahre. Ich kann hingehen, wo ich will.“ Selbst einen Verbleib bei Ferrari schließt der Spanier nicht aus. „Als Vettel-Teamkollege?“, lautet die Reporterfrage. Alonso dementiert nicht: „Warum nicht?“ Der Ex-Weltmeister weiß genau: So kann er Ferrari zum Abschluss noch einmal ärgern. Denn eigentlich sollte der Vettel-Wechsel noch ein Geheimnis bleiben. Zunächst wollte man sich offiziell von Alonso trennen. Das gehöre sich so, heißt es bei Ferrari. Mit seiner Antwort aber bestätigt Alonso, dass der Heppenheimer im nächsten Jahr bei Ferrari fährt. Der Noch-Ferrari-Star weiter: „Wenn uns die Zukunft eines Tages zusammenführen sollte, wäre es ein schöner Test. Es ist jedenfalls noch nichts vorbei.“

Ferrari-Vertrag wurde aufgelöst

Bald sind beide nicht mehr bei Ferrari: Alonso (l.) holte sich von Montezemolo (r.) das Ja für seinen Abschied

Zumindest bei italienischen Journalisten sorgt der Spanier mit solchen Aussagen für hochgezogene Augenbrauen. Die glauben: Wenn Alonso nicht will, wird Ferrari den Spanier nicht los. Dabei soll Vettel gefordert haben: Er kommt nur, wenn Alonso geht. Hat Ferrari gerade drei Fahrer für zwei Autos? Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT ist das nicht der Fall. Bereits am Donnerstagabend soll Alonsos Ferrari-Vertrag gelöst worden sein. Der Spanier selbst hatte Noch-Präsident Luca di Montezemolo darum gebeten. Ferrari-Insider beteuern: Alonso ist definitiv weg. Ohne eine saftige Gehaltserhöhung hat er die Nase voll von der Erfolglosigkeit im roten Renner. Doch die gibt es nicht.

Puzzle noch nicht bei 100 Prozent

Hat sich Alonso jetzt sogar verpokert? Seine Machtposition ist schwächer, als er es selbst zugeben will. „Sagen wir es so“, protzt er: „Ich habe eine sehr spezielle Stellung, resultierend aus vielen Jahren Erfolg und Respekt, den ich mir auf der Strecke erarbeitet habe. Ich allein entscheide wo es hingeht, was ich mache und wann ich das tue. Die Dinge, die jetzt um mich herum passieren, sind eine Konsequenz meiner vorherigen Überlegungen und Taten.“ Der Spanier weiter: „Ich habe einen klaren Plan, weiß was ich will. Alles läuft in die richtige Richtung. Aber im Moment ist das Puzzle noch nicht bei 100 Prozent.“
Alonso vor Abschied: Kein Bekenntnis zur Scuderia

McLaren lockt mit viel Geld

Abschiedsgeschenk? An seine Mechaniker verteilte Alonso in Japan schon einmal eine Runde Weintrauben

AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Alonso hatte auf Vettels Red-Bull-Cockpit spekuliert. Doch das geht an Toro-Rosso-Pilot Daniil Kvyat. Bleibt für den Spanier nur McLaren-Honda. Die haben ihm ein Mega-Gehalt von 40 Millionen US-Dollar geboten, wollen Alonso mindestes zwei Jahre binden. Doch der Champion von 2005 und 2006 denkt auch über ein Jahr Pause nach. Eine Auszeit – vielleicht auch, um mit Kumpel Mark Webber die 24 Stunden von Le Mans zu bestreiten. Doch McLaren ist dagegen. Problem Nummer zwei: Ron Dennis. Ihn nannte Alonso in seiner ersten Amtszeit bei McLaren 2007 'Teufel'. Solange der Brite McLaren-Teamchef ist, zögert Alonso mit der Unterschrift. Die Gefahr: Am Ende könnte er ganz ohne Cockpit dastehen.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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