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Formel 1: Verschwörungstheorien um Red Bull

— 06.10.2014

Vettel nach Ferrari-Wechsel benachteiligt?

Hat Red Bull in Japan versucht Sebastian Vettel mit einem späten Stopp hinter Daniel Ricciardo zu schleusen? Helmut Marko wehrt sich gegen die Kritik.

Stehen Sebastian Vettel nach der Bekanntgabe seiner Trennung von Red Bull zum Jahresende etwa vier ungemütliche Abschiedsrennen von seinem alten Team ins Haus? Verschwörugstheoretiker glauben: Ja! Und sehen sich durch die Vorkommnisse beim Japan GP bereits bestätigt. Red Bull soll Vettel dort nämlich mit Absicht zum letzten Stopp geholt haben, um ihn hinter Teamkollege Daniel Ricciardo zu bringen. Der Australier hat theoretisch noch WM-Chancen und im Vergleich zu Vettel die besseren Karten, um das Mercedes-Duo Hamilton/Rosberg abzufangen. Gab es also eine Bevorzugung? Und war diese womöglich auch durch Vettels bevorstehenden Wechsel zu Ferrari motiviert?

Marko wehrt sich gegen Vorwürfe

Sebastian Vettel (l.) und Helmut Marko (r.) arbeiten schon seit vielen Jahren bei Red Bull zusammen

Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko widerspricht den Vorwürfen entschieden. Der Österreicher zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Das stimmt nicht! Wir haben Sebastian gefragt, ob er reinkommen will, um neue Reifen für den Endspurt zu haben. Und er wollte es riskieren!“ Der Grund für den ungewöhnlich späten Wechsel: „Wir waren davon ausgegangen, dass er mit neuen Reifen sogar noch Rosberg knacken könnte“, sagt Marko und schüttelt verständnislos Kopf: „Das hat nichts mit Benachteiligung zu tun. Bei uns gibt es keine Stallorder. Wir bleiben sportlich fair, das ist unsere Philosophie.“ Für Marko sind die Verschwörungstheorien aus der Luft gegriffen. Im Gegenteil: Er ist Vettel wegen dessen Wechsel nicht böse: "Wir verstehen, dass der Wechsel von Sebastian zu dem von ihm gewählten Team eine emotionale Entscheidung ist“, so Marko.
Vettels Blog vom Japan GP in Suzuka: In Gedanken bei Jules

Mercedes noch in anderer Liga

„Er braucht eine neue Herausforderung, ein neues Abenteuer. Das respektieren wir und wünschen ihm alles Gute.“ Der Deutsche selbst war mit seinem Rennen, Platz drei und dem zweiten Podestplatz in Folge - nach Rang zwei vor zwei Wochen in Singapur – zufrieden. „Wir hatten einen guten Speed und eine gute Pace. Ein schneller Boxenstopp hat uns dann am Anfang vorgespült“, so Vettel. „In kleinen Schritten konnten wir sogar Zeit auf die Spitze gutmachen, aber die beiden vorne waren am Ende doch in einer anderen Liga.“
Eine neue Herausforderung: Vettel nach Red-Bull-Aus im Interview

Glück mit dem Safety Car

Am Ende reichte es für Vettel (r.) doch noch zum Besuch auf dem Podium mit den Mercedes-Doppelsiegern (l.)

Dann bestätigt er auch Markos Aussagen bezüglich des letzten Boxenstopps. „Hinten raus hatte ich das Gefühl, dass die Vorderreifen einbrechen. Es war unsere Entscheidung in die Box zu kommen und neue Reifen aufzuziehen, denn dann hätte es noch einmal Spannend werden können.“ Vettel weiter: „Zunächst habe ich dabei einen Platz (an Ricciardo; d. Red.) verloren. Dann hatte ich aber Glück, dass das Safety Car auf die Strecke kam, wodurch die Runde vorher gilt und ich doch auf dem Podium stehe.“ Eine tatsächliche Benachteiligung Vettels durch Red Bull ist damit auch in den nächsten Rennen unwahrscheinlich – sonst hätte das Team es bereits in Suzuka versuchen können...
Die Stimmen zum Vettel-Abgang hier: Vettel verlässt Red Bull!

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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