Formel 1: Die besten Bilder aus Budapest

Formel 1: Verstappen-Wutanfall nach Aus

"Mir egal, ob der Scheiß-Motor explodiert!"

Max Verstappen scheidet in Ungarn früh durch einen Defekt aus und schießt danach scharf gegen Renault. Die ganze Frustrede des Red-Bull-Stars hier.
Renault hat Max Verstappen den Urlaub versaut! „Ich hasse es. Die Leute sagen jetzt alle: 'Pech, aber Kopf hoch und genieße die freie Zeit.' Aber die erste Woche mache ich das sicher nicht, wegen dem, was heute passiert ist“, sagt der Holländer nach seinem Frust-Aus am Sonntag in Budapest. „Am liebsten hätte ich gleich das nächste Rennen. Ich bin jetzt echt nicht in Urlaubsstimmung.“
Gerade mal sechs Runden weit kommt der F1-Shootingstar im letzten Rennen vor der Sommerpause. Dann rollt er mit einem Defekt an der MGU-K seines Red Bulls aus und kriegt am Funk einen Wutanfall. „Warum kann ich nicht einfach weiterfahren? Ist mir egal, ob dieser Scheiß-Motor explodiert! Das ist doch ein Scheiß-Witz, jedes verdammte Mal“, brüllt Verstappen ins Mikro. Die Weltregie legt über die größten Teile vom Ausraster einen Piepton.

Wenigstens das Golfcart war nicht von Renault...

„Ich war echt sauer am Funk“, sagt Verstappen wenig später im Fahrerlager. „Es wurde viel weggepiepst - schade eigentlich: Es wäre besser gewesen, die Leute hören das mal.“ Verstappens Frustrede gegen Motorlieferant Renault ist aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. „Das Team zahlt viele Millionen für einen hoffentlich guten Motor, aber das ist Scheiße“, ledert der Holländer weiter.
Der Ausfall am Hungaroring schreibt das nächste Kapitel in Red-Bulls viel zu hoher Pannen-Statistik im Jahr 2018. Verstappen: „Egal ob bei Daniel (Ricciardo; d. Red.) oder mir. Es ist einfach nicht, wie es sein sollte. Der Motor geht die ganze Zeit kaputt und auch abgesehen davon sind wir damit die Langsamsten. Es ist wirklich sehr schwer zu akzeptieren.“
Vor allem, da wieder tausende Verstappen-Anhänger nach Budapest gekommen sind. „Sehr enttäuschend. Meine Fans reisen den ganzen weiten Weg hier her, damit sie mich dann sechs Runden fahren sehen.“ Immerhin: Verstappens Fans nehmen den Ausfall ihres Idols sportlich, feuern erst Teamkollege Ricciardo bei dessen Aufholjagd von Platz 16 auf Rang vier an, feiern dann auch noch Stunden nach Rennende in der sengenden Sonne und zu lauter Musik auf der Tribüne.

Mal wieder endet ein Red Bull auf dem Anhänger

Weit weniger gut ist die Laune bei Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Auch der Brite findet deutlich Worte: „Wir zahlen Millionen für ein Premium-Produkt, was keines ist. Ich kann es kaum erwarten, mir später wieder Cyrils (Abiteboul, Renault-Sportchef; d. Red.) Entschuldigungen anzuhören.“
Allein: Etwas muss sich Red Bull auch an die eigene Nase fassen. Denn bereits seit dem Monaco GP gibt es für Renault-Kunden eine neu überarbeitete, leichterte Spezifikation der MGU-K. Diese setzt Red Bull anders als das Werksteam aber nicht ein - angeblich aus Bedenken bezüglich der Haltbarkeit. Beide Werks-Renault sehen mit der vermeintlichen Leichtbau-Version am Sonntag die Zielflagge.
Der einzige Lichtblick im mittlerweile völlig vergifteten Verhältnis zwischen Red Bull und Renault: Bald ist Schluss! 2019 wechseln die Bullen zu Honda, nur noch neun Rennen müssen Verstappen und Co. mit den französischen Problem-Motoren absolvieren. Mal sehen, wie viele sie davon beenden.
Die besten Bilder von Verstappens Frust-Aus und alle weiteren Impressionen vom Ungarn GP in Budapest in der großen Bildergalerie:

Formel 1: Die besten Bilder aus Budapest

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Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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