Formel 1 Timo Glock

Formel-1-Vertragspoker

— 28.09.2009

Kein Vertrag für Glock

Trotz bestem Saisonergebnis in Singapur ist die Enttäuschung bei Timo Glock groß. Sein Vertrag bei Toyota wird vorerst nicht verlängert. Steht der japanische Autobauer vor dem Formel-1-Aus?

Zum Feiern war Timo Glock (27) nach Platz zwei in Singapur nicht zumute. Mit versteinerter Miene stand er auf dem Podium. An der Hotelbar spülte er später zusammen mit Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und Sebastian Vettel mehr Frust als Freude runter. autobildmotorsport.de erfuhr den Grund: Toyota hatte dem Odenwälder schon vor dem Rennwochenende in Singapur mitgeteilt, dass sie die Option, die das japanische F1-Team auf den Hessen hat, verstreichen lassen werden. Das bestätigte ein verantwortliches Teammitglied am Sonntagabend in Singapur. Auch Teamchef John Howett erklärte gegenüber autobildmotorsport.de: "Timo ist ein toller Racer, ist ein brilliantes Rennen gefahren. Je mehr Erfahrung er hat, desto relaxter wird er auch in der Qualifikation. Trotzdem wollen wir abwarten, wie Timo sich in den nächsten Rennen entwickelt."

Nach vielen Rückschlägen fährt Timo Glock beim GP Singapur auf Rang zwei.

"Der Fahrermarkt bietet derzeit so viele Optionen, da wollen wir uns nicht frühzeitig festlegen", so Howett weiter. Toyota will sich umschauen, Glock jetzt aber auch. "Entsprechend sehen wir die Situation wie Toyota und können jetzt ganz offen die besten Möglichkeiten ausloten", sagt Glocks Manager Hans-Bernd Kamps zu ABMS. "Das muss aber nicht heißen, dass wir uns am Ende nicht doch mit Toyota einigen." Nach dem GP in Suzuka steht ein weiteres Treffen mit den Konzernbossen in Japan an. Dürfte Glock doch bleiben, müsste aber ein ganz neuer Vertrag geschlossen werden.

Steigt nach BMW der zweite große Hersteller aus der Formel 1 aus?

Toyota spekuliert derzeit u.a. auf Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen oder McLaren-Mann Heikki Kovalainen. Dass weder Jarno Trulli noch Timo Glock bisher einen Kontrakt für 2010 haben, deutet aber auch darauf hin, dass das in Köln-Marsdorf beheimatete Team in der kommenden Saison nicht mehr als Werksteam in der Formel 1 antritt. Der Verkauf an einen Privatinvestor à la BMW gilt als ein mögliches Szenario.

Autor: Bianca Garloff

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.