Formel 1: Die besten Bilder vom Monaco GP

Formel 1: Vettel adelt Leclerc

„Echter“ Monegasse fährt Heimrennen

Monaco hat endlich wieder einen echten Lokalmatadoren am Start: Sauber-Pilot Charles Leclerc feiert seine Heim-Premiere! Das ist der Wunderknabe:
Er ist der heimliche Star in Monaco: Mit Sauber-Pilot Charles Leclerc (20) fährt am Wochenende erst zum dritten Mal in der F1-Geschichte und erstmals seit Olivier Beretta 1994 wieder ein Monegasse beim heimischen Glamour-GP im Fürstentum mit.
Nach Platz sechs in Baku und Rang zehn in Barcelona kommt Leclerc mit reichlich Rückenwind zum Heimspiel: Selbst Ferrari-Star Sebastian Vettel findet: „Der Hype um ihn ist gerechtfertigt. Wenn man alle Nachwuchskategorien so durchläuft wie er, dann gehört man definitiv hier her.“

Charles Leclerc wird eine große Zukunft vorausgesagt

Leclerc ist Ferrari-Junior, gilt als Mega-Talent, gewann 2017 überlegen die GP2. In fast jedem Qualifying raste der Monegasse letztes Jahr zur Bestzeit. Und das, obwohl er privat einen brutalen Schicksalsschlag wegstecken musste: Sein Vater Herve starb im Fruhsommer mit nur 54 Jahren. Von ihm hatte er die Renngene geerbt, denn Herve war selbst Formel-3-Pilot, beendete das Monaco-Rennen 1988 als Achter und damit nur zwei Plätze hinter dem späteren F1-Weltmeister Damon Hill.
Tapfer reiste Leclerc nur wenige Tage nach dem Tod seines Vaters als Ferrari-Ersatzfahrer nach Baku, gewann dort auch das GP2-Hauptrennen. „Er hätte sich gewunscht, dass ich starte“, erklärte er. „Rennfahren ist nicht alles im Leben. Das hat mir viel Druck genommen - ich bin reifer geworden.“

Stolzer Monegasse: Die Fahne trägt Leclerc am Helm

Es war der zweite heftige Ruckschlag nach Jules Bianchis Unfalltod 2015. Beide wuchsen zusammen auf der Kartbahn von Papa Bianchi auf. Und Jules war es auch, der die Kontakte zu Leclercs einflussreichem Manager hergestellt hat: Nicolas Todt (40), Sohn von FIA-Präsident Jean Todt (71). Er verschaffte ihm fur 2018 das F1-Cockpit bei Alfa Romeo-Sauber.
Und bald auch einen Sitz im großen Ferrari? Vettel jedenfalls adelt Leclerc: „Ich mache die Verträge nicht, da muss man Maurizio (Arrivabene, Teamchef; d. Red.) fragen. Aber ich sehe keinen Grund, warum er das nicht schaffen sollte.“

Gemanagt wird Leclerc von Jean Todts Sohn Nicolas

Leclerc, der beim Lob des vierfachen Weltmeister in der Pressekonferenz fast schüchtern daneben sitzt, freut sich auf seine ersten Formel-1-Runden in Monte Carlo. „Mit vier Jahren habe ich von der Wohnung eines Freundes aus den Grand Prix verfolgt und wollte seither ein Teil davon sein. Ich kann es kaum noch erwarten.“
Weit hat es Leclerc am Wochenende nicht zu seinem Arbeitsplatz. „Ich wohne bei Start-Ziel“, verrät er. „Monaco ist sehr klein. Das sieht man auch daran, dass mein kleiner Cousin als Grid-Kid für die Startaufstellung ausgewählt wurde.“ Der nächste Leclerc ist also schon in der Pipeline...

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.