Formel-1-Piloten beim 200. Grand Prix

Formel 1: Vettel fährt 200. GP

Vettel will beim Jubiläum gewinnen

Ferrari-Star Sebastian Vettel startet von der Pole-Position in den Bahrain GP, der sein 200. Formel-1-Rennen wird. Die Statistik ist vielversprechend.
Rückenwind für Sebastian Vettel beim Bahrain GP. Nach seiner 51. Pole-Position am Samstag feiert der Deutsche am Sonntag ein besonderes Jubiläum: Er wird 200 Grands Prix alt. Als 18. Fahrer in der WM-Geschichte. Und: Die letzten beiden Piloten, die diese Schallmauer durchbrochen haben, siegten beim Jubiläum! Nico Rosberg in Singapur 2016, Lewis Hamilton 2017 in Belgien. Auch Jenson Button (Ungarn 2011) und Fernando Alonso (China 2013) waren beim 200. Grand Prix ihrer Karriere erfolgreich. Keine schlechte Statistik also für Vettel - und ein gutes Omen.

Perfekte Ausgangslage für den 200er: Pole für Vettel

Dazu passt: Vettels Ferrari ist in der Wüste offenbar tatsächlich das schnellste Auto. "In Australien war es knifflig, hier war der Wagen wirklich ein Vergnügen zu fahren", verrät der Heppenheimer. "So macht das Spaß. Wir wussten nach Australien, dass wir ein gutes Auto haben. Hier war das Gefühl für den Wagen von Anfang an besser. Der Sieg ist das Ziel." Dazu kommt: Ferrari geht mit den Reifen besser um als Mercedes. Die Silberpfeile leiden insbesondere auf der Hinterachse seit den Testfahrten unter hohem Verschleiß.
Da kann Vettel auch die weitere 200er-Statistik nicht schocken: 13 Fahrer blieben zwar sieglos, aber das liegt daran, dass die meisten Piloten ihr 200. Formel-1-Rennen schon im Spätherbst ihrer Karriere gefahren sind. Bei aktuell 21 Saisonrennen wird die Marke viel schneller erreicht als früher - in den 50er Jahren beispielsweise wurden meistens weniger als zehn WM-Rennen pro Saison ausgefahren.

Rosberg gewann als einziger Deutscher seinen 200er

Erstmals fiel die 200er Schallmauer somit erst beim Großbritannien GP 1990 durch Ricciardo Patrese. Er schied im Williams-Renault durch einen technischen Defekt aus. 19 Jahre lang war der Italiener Rekordstarter der Formel 1, bis ihn Rubens Barrichello in Kanada 2008 ablöste. Barrichello (323 Rennen) bringt es wie Michael Schumacher (307) und Jenson Button (306) sogar auf über 300 Grands Prix. Fernando Alonso wird beim Österreich GP als vierter Fahrer der Geschichte in diesen exklusiven Club eintreten.
Rechnet man nicht die Rennen, sondern die Anzahl der Saisons, so zeigt sich ein anderes Bild: Vettel bestreitet 2018 seine zwölfte Formel-1-Saison, liegt damit auf Rang 28 der ewigen Bestenliste. Rekordhalter sind hier Barrichello und Schumacher mit je 19 Jahren. 54 Fahrer haben mehr als zehn Jahre im GP-Sport absolviert. 37 davon, also die klare Mehrheit, starteten ihre Karriere in den 50er bis 80er Jahre - nur die 60er Jahre stechen mit nur vier Langzeit-Piloten negativ hervor. Sie alle stünden in den Rekordlisten der meisten Grands Prix viel weiter oben, wenn es schon damals annähernd so viele Rennen gegeben hätte wie aktuell.
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen alle 17 Fahrer, die bisher die 200-GP-Marke geknackt haben und was sie in ihrem 200. Formel-1-Rennen erreichten:

Formel-1-Piloten beim 200. Grand Prix

Formel-1-Piloten beim 200. Grand PrixFormel-1-Piloten beim 200. Grand PrixFormel-1-Piloten beim 200. Grand Prix

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance / ABMS

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen