Formel 1: Vettels Pannensaison 2016 in Bildern

Formel 1: Vettel: "Ferrari 2017 stärker"

— 24.11.2016

Keine überzogenen Erwartungen

Sebastian Vettel verteidigt Ferrari: Die Veränderungen im Team seien von außen nicht sichtbar. 2017 erwartet der Deutsche in jedem Fall eine starke Scuderia.

Vor zwei Jahren kam Sebastian Vettel auch ohne Saisonsieg zum Finale nach Abu Dhabi. Die Vorzeichen damals aber waren ganz andere: Er fuhr sein letztes Rennen für Red Bull, wechselte dann zur Mythosmarke Ferrari und erlebte dort mit drei Siegen in seiner ersten Saison für die Scuderia aus Maranello einen nahezu traumhaften Einstand. Umso ernüchternder jedoch, wie das italienische Team 2016 auf dem Boden der Tatsachen landete: Kein Sieg, nur Platz drei bei den Teams, maximal Platz vier in der Fahrerwertung für Vettel.

Sebastian Vettel am Donnerstag in Abu Dhabi

Dass die Erwartungshaltung in Vettels zweitem Jahr in Rot womöglich überzogen war, glaubt der Heppenheimer allerdings nicht. „Wenn man die Konstrukteurs-WM als Zweiter abschließt, ist es normal, dass man im folgenden Jahr den nächsten Schritt machen möchte. Wir hatten auch allen Grund zur Zuversicht und haben uns gut gefühlt“, räumte Vettel am Donnerstag in Abu Dhabi ein. Allein: „Wir waren nicht stark genug, beziehungsweise die Gegner noch zu stark, um die Lücke schnell zu schließen. Die Entwicklung lief bei uns nicht rasant genug.“

Schade findet Vettel indes die viele Kritik am Team. Der Deutsche hat eine andere Sichtweise auf die Dinge. „Ich weiß, dass intern sehr viel im Team passiert ist, sich viel getan und zum Guten geändert hat. Das kann man von außen leider nicht immer sehen und dieses Jahr auch noch nicht an den Ergebnissen. Aber insgesamt sind wir als Team deutlich weiter als vor einem Jahr und sollten 2017 stärker sein“, glaubt Vettel.

Vettel glaubt an den Umbruch bei Ferrari 2017

Grund für die Zuversicht sind auch die Regeländerungen, die dann in Kraft treten. Diese könnten „für alle“ Chance und Gefahr zugleich sein. „Ich konzentriere mich aber mehr auf die Chance. Solange das Reglement konstant ist, wird es meiner Erfahrung nach im darauffolgenden Jahr immer enger. Jetzt dürften die Abstände also wieder größer werden. Das gibt einem auch die Möglichkeit, einen größeren Schritt zu machen als andere.“

Trotz aller Hoffnung für 2017 - den ersten Schritt zurück an die Spitze will Vettel am liebsten schon am Sonntag machen. „Es wäre schön, wenn es mit dem fehlenden Sieg dieses Jahr doch noch klappt. Aber die Formel 1 ist eben kein Wunschkonzert“, so der Ferrari-Star, der sich in jedem Fall mit der Gewissheit trösten kann: „Es geht jede Saison wieder bei null los. Aus jetziger Sicht ist das gut, denn man startet ohne Handicap. Früher war es meistens weniger gut für mich, denn ich hätte den Vorsprung gerne mitgenommen“, erinnerte sich der 29-Jährige an seine glorreichen Zeiten und die vier Titel mit Red Bull.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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