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Formel 1: Vettel findet Strafe „hart“

— 06.10.2016

Ferrari-Star verteidigt sich nach Crash

Seine Strafe für den Startcrash in Malaysia kann Sebastian Vettel nicht nachvollziehen. Der Blick des Ferrari-Piloten geht in Suzuka aber nur nach vorne.

Buhmann Vettel: Von den Stewards in Malaysia war der Deutsche nach dem Startcrash als Schuldiger ausgemacht worden, für den Japan GP an diesem Wochenende brummten ihm die Kommissare drei Strafplätze auf. Mindestens genauso schlimm traf es Vettel in der italienischen Presse, die nach der Kollision mit Nico Rosberg ordentlich auf die Scuderia und den vierfachen Weltmeister einschlug und seine Fähigkeit infrage stellte, Ferrari wieder zurück auf die Siegerstraße zu führen.
Italienische Presse haut drauf: Verspielt Vettel seinen Ruf?

Erstmals meldete sich Vettel nun zu Wort und gab zur Überraschung der Medienvertreter in Suzuka an, „von der großen Kritik nicht viel wahrgenommen“ zu haben. „Ich les' ja nicht so viel“, grinste er dazu spitzbübisch. Mit Blick auf seine Rückversetzung verging dem Deutschen allerdings das Lachen. „Die Strafe ist hart“, fand Vettel. „Ich habe nichts Dummes versucht und es ist auch nicht so, als wäre ich geradeaus aus der Kurve geschossen.“

Vettel drehte Rosberg am Start in Kurve eins um

Vettel: „Die Lücke war da, es war also kein Übermut. Im Gegenteil: Ich hätte die Kurve bekommen, die Autos vor mir waren nur ein bisschen zu langsam.“ Die Schuld wollte er aber nicht auf andere abwälzen. „Nico vorne kann nichts dafür, weil er nicht die ganze Zeit im Rückspiegel sehen kann, was hinter ihm abgeht“, so Vettel, der das Startprozedere noch einmal aus seiner Sicht schilderte.

„Es geht um Bruchteile von Sekunden, man hat nicht lange Zeit für links oder rechts und um den Bremspunkt zu finden. Viel passiert aus dem Bauch heraus und es gibt sehr viel zu tun in diesem kurzen Zeitfenster.“ Vettel: „Das ist die Kunst. Normalerweise gelingt das auch. Aber am Sonntag hat es eben nicht geklappt, mir ist der Platz ausgegangen und es hat geknallt.“
Pro und Contra: Fährt Vettel am Start zu aggressiv?

Unfallgegner Rosberg reif er gleich danach an und erklärte ihm seine Sicht. Allgemein wollte Vettel das Thema aber zu den Akten legen – „es gibt da nicht mehr viel zu analysieren“ – und lieber nach vorne schauen: Denn auf den Auftritt in Japan freut sich der Deutsche ungemein. Und das nicht nur, weil Ferrari wie schon zuletzt in Malaysia ein paar neue Teile im Gepäck hat.

Vorfreude auf Suzuka und 2017

„Die Strecke ist einfach fantastisch, es ist meine Lieblingsstrecke“, schwärmte Vettel von Suzuka. „Der Spaßfaktor beim Fahren ist extrem hoch, gerade der erste Sektor geht eigentlich kaum besser. Dort wird man sich so richtig der Kräfte bewusst, die in der Formel 1 auf einen einwirken“, meinte der Ferrari-Star. „Außerdem ist es die Zeit des Jahres, wo man das Auto unter sich wirklich spürt und merkt, was es kann.“

Vettel freut sich auf Suzuka, die Fans sich auf ihn...

Zwar räumte Vettel ein, dass Ferrari insgesamt noch nicht da steht, wo das Team gerne wäre. „Aber trotzdem wollen wir hier alles rausholen und in der Konstrukteurs-Wertung den Spieß langsam wieder umdrehen.“ Auch wenn der Deutsche die Saison 2016 noch nicht abgeschrieben hat, geht der Blick fünf Rennen vor Schluss natürlich schon nach vorne auf 2017: „Ich habe ein gutes Gefühl. Keiner weiß zwar, wo der andere steht und ob man den richtigen Weg eingeschlagen hat. Aber ich bin sehr zuversichtlich.“

Vettel: „Bei uns im Team passiert hinter den Kulissen unheimlich viel.“ Die Umstrukturierungen nach dem Abgang von Technikchef James Allison seien dabei „nicht negativ behaftet. Sondern auch Chance und Ansporn. Die Stimmung im Team ist momentan jedenfalls sehr positiv.“ Allein: „Ob die Früchte dafür nächstes Jahr schon am Baum hängen, wird sich erst dann zeigen“, sagte Vettel.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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