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Formel 1: Vettel hakt WM ab

Rückendeckung für Ferrari-Teamchef

Sebastian Vettel muss spätestens nach Austin seine Niederlage im WM-Kampf eingestehen. Bei Ferrari ist man aber weiter um Ruhe und Konstanz bemüht.
Es war die bitterste Niederlage des Jahres für Sebastian Vettel. Weil er im direkten Zweikampf mit Mercedes unterlegen war. Weil er sich nicht darauf zurückziehen konnte, dass sein Ferrari grundsätzlich schneller ist. Weil mit dem zweiten Platz in Austin klar ist: Die WM ist verloren. Eigentlich auch rechnerisch. 66 Punkte kann kein Mensch in drei Rennen aufholen. Auch der Heppenheimer nicht.

In Austin und im WM-Duell war nicht mehr als P2 drin

Erstmals gesteht Vettel nach dem Rennen deshalb ein: „Es fehlt einfach noch ein bisschen. Wir sind noch nicht gut genug. Da brauchen wir auch die Schuld nicht woanders hinzuschieben.“ Eine Erkenntnis, die weh tut. Doch Vettel macht das, was er immer tut: optimistisch in die Zukunft blicken: „Wenn ich mir anschaue, was wir in der Fabrik machen, welche Ideen wir haben, macht mir das Mut.“
Wichtig dabei: Rückendeckung für seinen angeschlagenen Teamchef Maurizio Arrivabene. In Austin wurde ein Gerücht wieder aufgewärmt, dass bereits vor ein paar Wochen in Umlauf war. Demnach soll Arrivabene schon bald arrividerci sagen müssen. Präsident Sergio Marchionne hat ihn demnach auf dem Kieker und will ihn gegen Technikchef Mattia Binotto austauschen. AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Es stimmt: Binotto ist Marchionnes neuer Liebling. Das aber heißt nicht, dass Arrivabene automatisch gehen muss. Der Ex-Marlboro-Mann hat immer noch starke Fürsprecher von seiner ehemaligen Firma Philipp Morris, die rund 50 Millionen Euro jährlich in die Scuderia pumpt.

Wohin zeigt Ferraris Formkurve nächste Saison?

Und es wäre auch falsch Arrivabene jetzt abzusägen. Binotto ist ein cleverer Organisator, guter Menschenkenner, ruhiger Beobachter. Aber dafür braucht ihn die Scuderia genau dort, wo er jetzt ist ist: in der Rolle des Technikchefs. Ohne Politik und PR. Dafür ist Arrivabene da.
Vettel sagt deshalb: „Früher wurde Maurizio oft kritisiert. Aber er macht einen guten Job, ist ein echter Leader geworden.“ Und auch Marchionne stützt den Teamchef: „Er war ja nicht allein verantwortlich für die Probleme der letzten Rennen. Essentiell ist jetzt Stabilität im Team.“ Bleibt zu hoffen, dass er meint, was er sagt.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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