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Formel 1: Vettel-Hebel am Lenkrad

„Ferrari zu 100% nicht illegal“

Sebastian Vettel und Ferrari müssen sich wegen einem Hebel am Lenkrad mit wilden Spekulationen auseinandersetzen. Die FIA beruhigt die Sache.
Kommt der Erfolg, kommen die Neider. Das spürt aktuell auch Sebastian Vettels siegreiches Ferrari-Team. Nach zwei Erfolgen und einer zwar unglücklichen aber dennoch starken Performance in China tauchen die ersten Zweifel an der Legalität des Ferrari auf.

Um Ferrari ranken sich derzeit wilde Spekulationen

Im Fokus: ein Hebel hinterm Lenkrad. Seit Bahrain befindet sich dieser auf der Rückseite von Sebastian Vettels Steuer. Als der Deutsche sein Hightech-Lenkrad nach der Pole-Position in der Wüste aufs Auto legt, schauen einige Technikexperten genau hin. Mittlerweile gibt es bereits mehrere Zeichnungen des mysteriösen Hebels - auch unser Zeichner Paolo Filisetti ist dran am Thema.
Denn einige Internetportale spekulieren, dass der Motor auch im Schlepptrieb Abgase produziert, die - richtig auf gewisse Aerodynamik-Teile geblasen - mehr Anpressdruck generieren. Der geheimnisvolle Hebel würde diesen Motor-Modus aktivieren. Pikant: Im Red Bull war es einst Vettels Spezialität, seinen Fahrstil auf den sogenannten angeblasenen Diffusor abzustimmen.
Warum aber ausgerechnet jetzt diese Theorie? Der Grund: Zeitgleich mit der Entdeckung von Vettels angeblichem Lenkrad-Trick warnte die FIA die Teams davor, den Motor auch dann Abgase produzieren zu lassen, wenn der Fahrer nicht auf dem Gas steht. Eigentlich war das eine Warnung an Renault, deren schräg nach oben gerichteter Auspuff direkt unters obere Heckflügelement bläst. Verschwörungstheoretiker aber brachten das Schreiben schnell auch mit Ferrari in Verbindung.

Pokerface: Sebastian Vettel lacht die Nachfragen weg

AUTO BILD MOTORSPORT fragte bei FIA-Cheftechniker Jo Bauer nach. Dessen klare Antwort: „Der Ferrari ist zu 100 Prozent NICHT illegal!“
Laut unserem Technikexperten Paolo Filisetti soll der mysteriöse Hebel, der mit dem rechten Finger zu ziehen ist, vielmehr eine zweite Kupplung sein. Die ist erlaubt, wenn nur eine der beiden Wippen (Standard = links unten) aktiviert ist. Gut möglich, dass Vettel für den perfekten Start und ein ergonomisch optimales Handling auch an seinem Steuer experimentiert. Bereits 2017 verwendeten er und sein Teamkollege Kimi Räikkönen zeitweise verschiedene Kupplungswippen. Vettels Variante sah dabei bereits ähnlich aus wie die zusätzliche Wippe dieser Saison.
Und was sagt der Ferrari-Star selbst dazu? „Ein Hebel hinterm Lenkrad? Davon weiß ich nichts“, grinst er...

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Paolo Filisetti / Picture-Alliance

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