Die besten Bilder aus Baku

Formel 1: Vettel im Rückwärtsgang

— 23.06.2017

Fast alle Notausgänge durchprobiert

Sebastian Vettel wird im Baku-Training Fünfter. Der Deutsche ist oft neben der Strecke zu finden. Im Training eine Sicherheitsmaßnahme, um kein Risiko einzugehen.

Sebastian Vettel kam nach dem ersten Trainingstag in Baku mit weißen Badelatschen und einem Tape am hinteren Unterschenkel aus dem Ferrari-Motorhome gestapft. Eine Bandage am Nacken hätte am Freitag aber augenscheinlich mehr Sinn gemacht - denn der Deutsche musste oft den Kopf drehen, um in den Rückspiegel zu schauen. „Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal den Rückwärtsgang gebraucht habe. Heute habe ich ihn aber dreimal gebraucht“, sagte Vettel, der im Training unzählige Male im Notausgang zu finden war.

Besonders die enge Kurve acht beschäftigte Vettel

„Aber nicht in allen Kurven. Kurve 15 habe ich ausgelassen“, witzelte der Deutsche und räumte ein: „Ich habe schon ein paar Mal den Joker gezogen und bin geradeaus gefahren.“ Vettel erklärt: „Es war gar nicht so rutschig heute, aber es ist keine einfache Strecke und unheimlich schwer, hier Referenzpunkte zu finden und sich zu orientieren. Wenn man einen Tick zu spät ist und das Gefühl hat, es reicht nicht mehr, tendiert man doch eher dazu, geradeauszufahren und es nicht zu riskieren.“

Vor allem in Kurve acht. Vettel: „Man fährt gefühlt 60 Mal vorbei und 30 Mal denkt man, dass man hängen bleibt, weil es unheimlich eng ist. Man versucht sich ans Limit ranzutasten, darf aber nicht drüber gehen, denn sonst knallt's.“ Einmal wurde es am Freitag in Turn acht dennoch ganz eng für den Deutschen, denn es kam zum Stau - hinter Vettel hatte auch Williams-Pilot Felipe Massa die Kurve nicht bekommen. Für den Ferrari-Star nur die Bestätigung seiner Einschätzung: „Es ging allen so, dass es heute ein bisschen schwieriger war als sonst die Runde zusammenzukriegen.“

Ferrari hat für Baku vor allem am Heck nachgebessert

Entsprechend „durchwachsen“ fiel Vettels Fazit aus. „So oft neben der Strecke zu sein, hilft natürlich nicht, um in den Rhythmus zu kommen“, räumte der vierfache Weltmeister ein, gab aber auch an, sich „am Ende im Auto ganz wohlgefühlt“ zu haben. Mit Blick auf die Spitze konstatierte er: „Es ging sehr knapp zu und sah so aus, als ob morgen fünf oder sechs Autos um die Pole kämpfen können. Ich hoffe, wir kommen dabei oben raus.“

Helfen soll dem Deutschen dabei auch ein Update am Ferrari: Die Scuderia setzte im Baku-Training erstmals eine Modifikation am hinteren Chassis ein, welche den hintersten Ausläufer der Hinterradaufhängung abdeckt und an zwei zusätzliche Karbon-Profile gekoppelt ist, die leicht gewölbt über dem Chassisende trohnen (s. Grafik oben). Ein ähnliches Teil hat seit zwei Jahren auch Mercedes im Einsatz. Das Element dient dazu, den Luftfluss zu teilen und die Anströmung des Diffusors zu verbessern. Als Zufluss zur heißen Luft, die aus den Seitenkästen kommt, kann es zusätzlich bei der Kühlung helfen - beim erwarteten Hitzerennen in Baku sicher kein Nachteil.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Paolo Filisetti

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