Formel 1

Formel 1: Die besten Bilder aus Bahrain

Formel 1: Vettel laut Lauda "lästig"

— 15.04.2017

Schummel-Vorwürfe an Ferrari "Blödsinn"

Die Technik-Tricks der Teams im Detail. Experte Paolo Filisetti erklärt für ABMS die Innovationen. Neu: Ferrari mit neuem Frontflügel beim Bahrain GP.

Sebastian Vettel hat auf Platz drei nach dem Qualifying in Bahrain zwar fast eine halbe Sekunde Rückstand. Ferrari bleibt aber erster Verfolger der Silberpfeile und im Rennen eine reale Gefahr. "Vettel wurde bei den letzten Rennen richtig lästig", knurrte Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda bei RTL. "Und auch das Rennen morgen wird mühsam. Wir rechnen mit zwei Stopps. Die hohe Reifentemperatur wird ein Problem." Schon in Australien kämpfte Mercedes mit zu starkem Reifenverschleiß auf der Hinterachse.
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Ferrari fährt in Bahrain mit einem neuen Frontflügel

Ferraris Trumpf in der Wüste: ein neuer Frontflügel (siehe Grafik oben und Foto). Er soll den Luftwiderstand verringern und so den Topspeed - auf den langen Geraden in Bahrain besonders wichtig - erhöhen. Ergebnis: Im Qualifying war Kimi Räikkönen nur 2,8 km/h langsamer als der schnellste Renner mit Mercedes-Motor (Lance Stroll/Williams).

Auch der flexible Unterboden darf wohl bleiben. Lauda bezeichnet Schummel-Vorwürfe gegen Ferrari bei RTL als "Blödsinn". "Alle Autos gehen durch die technische Abnahme. Wenn jemand glaubt, das sei illegal, soll er protestieren. Wir als Mercedes machen das sicher nicht."

Red Bull kritisiert zwar in Person von Helmut Marko: "Es gibt sehr belastende Bilder, wo nicht nur der Unterboden, sondern auch andere Teile am Auto eine Flexibilität gezeigt haben. Es wäre schade, wenn Ferrari nur deshalb vorne fahren würde." Aber auch die Österreicher wollen nichts gegen Ferrari unternehmen. "Die FIA ist die Polizei. Von uns kommt nichts", so Marko.

Dieser Schlitz an Vettels Ferrari erregt die Gemüter

Fakt ist: Nicht der gesamte Unterboden flattert, sondern nur ein durch einen Schlitz vom Rest des Bodens getrennter, leicht nach oben gewölbter Windabweiser (siehe Zeichnung). Sky-Experte Marc Surer: "Das dürfte legal sein. Ferrari hat so clever eine Lücke im Regelwerk genutzt."

Nicht zuletzt passt auch die Stimmung im Team: "Wir haben gute Leute in Maranello, die eine großartige Mannschaft bilden", sagt Technikchef Mattia Binotto. "Wir haben im Bereich des Motors und Chassis viel entwickelt. Jetzt ernten wir die Früchte der harten Arbeit im Winter." Seine Aufgabe sei es dabei sicherzustellen, dass jeder Einzelne "liefert, sich verantwortlich fühlt und der richtige Teamspirit in der Mannschaft herrscht."

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Paolo Filisetti / Getty Images

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