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Formel 1: Vettel mit Reifenschaden

— 16.07.2017

"Es kam wie aus dem Nichts"

Ein später Reifenschaden kostet Sebastian Vettel in Silverstone viele Punkte. Hat Ferrari zu hoch gepokert? Mercedes-Boss Niki Lauda ist überzeugt davon.

Bittere Pille für Sebastian Vettel: Nur Platz sieben in Silverstone. Der Großbritannien GP kostet den WM-Führenden fast seinen ganzen Vorsprung in der Weltmeisterschaft. Bis auf einen Punkt ist Rivale Lewis Hamilton nach seinem Heimsieg dran am Heppenheimer. Dabei lag Vettel bis eine Runde vor Schluss immerhin auf Rang vier. Doch dann platzte am Ferrari der linke Vorderreifen.

Vettel verlor in England viele Punkte gegen Hamilton

„Es kam wie aus dem Nichts, hat sich nicht abgezeichnet“, sagte Vettel anschließend. Ist die Scuderia mit einem langen zweiten Stint ein zu hohes Risiko eingegangen? Nein, findet Vettel. „Wir haben nicht gezockt oder das Rennen mutwillig aufs Spiel gesetzt. Das ganze Wochenende hat der Reifen lang gehalten und die Vorhersage war, dass er noch viel länger hält. Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend“, erklärte der Deutsche.

Nicht nur Vettel hatte Probleme mit den Pneus. Red-Bull-Verfolger Max Verstappen sah sich zu einem Sicherheitsstopp genötigt und auch Vettel-Teamkollege Kimi Räikkönen musste mit einem kaputten Reifen an die Box schleichen - nur eine Runde, bevor bei Vettel das Problem auftrat. Pirelli teilte nach dem Rennen jedoch mit, dass es sich bei den beiden Reifenschäden um unterschiedliche Probleme handelte. Bei Vettel sei einfach der Lebenszyklus des Gummis am Ende gewesen. Bei Räikkönen trat hingegen eine Delaminierung auf, eine Schicht am Gummi löste sich ab.

Niki Lauda (r.) kritisierte Ferraris Strategie

Vettel selbst zeigte sich verwundert: „Kimis Reifen waren ja noch fünf oder sechs Runden frischer als meine. Es hat uns beide überrascht. Am Ende hatte ich noch Glück, dass ich überhaupt die Zielflagge gesehen habe.“ Spott für Ferrari gab es hingegen vom großen Konkurrenten. „Die Strategie von Mercedes war diesmal besser als die von Ferrari“, tönte Silberpfeil-Aufsichtsrat Niki Lauda nach dem Rennen im TV. „Sie haben die Reifen bis zum bitteren Ende ausgefahren, haben sie dabei einfach überlastet. Das hätte man vorhersehen können und es hat Sebastian wichtige Punkte gekostet“, fand Lauda.

Vettel verteidigte indes die Entscheidung der Roten: „Im Nachhinein ist man immer schlau. Wir haben es im Rennen am Funk diskutiert und ich hatte das Gefühl, es sei in Ordnung. Dass dann der Reifen in die Luft fliegt, kann man nicht wissen.“ Vettel, der schon in der Vergangenheit oft nicht mit Kritik an Reifenhersteller Pirelli sparte: „Das ganze Feld hatte heute Probleme mit den Blasen, die der Reifen wirft. Es war also definitiv keine Sternstunde für die Reifen.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Getty Images

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