Formel 1: Die besten Bilder vom China GP

Formel 1: Vettel motzt über Safety-Car

Rennleiter widerspricht: „Nicht unser Job“

Sebastian Vettel fühlt sich benachteiligt: Er und Valtteri Bottas sind die Verlierer beim Safety-Car in China. Rennleiter Charlie Whiting weist die Kritik zurück.
Diese Entscheidung schmeckt Sebastian Vettel gar nicht: Der Ferrari-Star bemängelt nach dem China GP den Zeitpunkt, zu dem am Sonntag das Safety-Car ausrückt. Nach dem Crash der beiden Toro Rossos liegen in der Haarnadel die Trümmerteile verteilt - genug für Renndirektor Charlie Whiting, das Schrittmacherauto rauszuschicken.

Ein Schild an der Boxeneinfahrt zeigt den Status an

Vettels Pech: Er und der führende Valtteri Bottas passieren just in dem Moment die Safety-Car-Linie, als das Signal ausgelöst wird. Ein Abbiegen zum Stopp ist damit nicht mehr möglich. Anders als für die Red-Bull-Piloten, die sich neue weiche Reifen holen - und damit einen entscheidenden Vorteil.
„Ich würde gerne verstehen, warum das Safety-Car das Rennen ändern muss. In meinen Augen ist das nicht richtig“, ärgert sich Vettel. Die Kritik des Deutschen: „Ich verstehe, dass man sofort reagieren muss, wenn etwas passiert. Aber die Trümmerteile lagen da schon fast zwei Runden. Warum also nicht etwas früher oder später das Safety-Car ausrufen, sodass die Relation der Autos zueinander bestehen bleibt. Dann hätten alle die Chance gehabt, an die Box zu kommen.“
So kam es zum Safety-Car: Toro Rossos hilfreiches Missverständnis
Die Antwort kriegt der Deutsche von Rennleiter Charlie Whiting: „Ich schaue in solchen Momenten nicht darauf, wer einen Vor- oder Nachteil hat.“ Priorität hat immer die Sicherheit, kontert der Brite: „Deswegen ist dafür ist einfach keine Zeit. Und es ist auch nicht unser Job.“

Rennleiter Charlie Whiting weist die Kritik von sich

Vettel verweist bei seiner Kritik auch auf ein Beispiel beim Ungarn GP 2014, als es eine ähnliche Situation gab. Für Whiting aber nur der Beleg, dass die Rennleitung bei ihren Entscheidungen klare Linie beweist. „Damals führte Nico (Rosberg; d. Red.) und die ersten vier Autos waren gerade an der Boxeneinfahrt vorbei“, sagt Whiting. „Sie wurden dadurch benachteiligt. So ist es eben manchmal.“ Kurios: Sieger damals wie heute: Daniel Ricciardo.
Whiting findet es dennoch „mysteriös, dass die Sache jetzt so in den Fokus gerückt wird. Wir haben das virtuelle Safety-Car seit 2015 und das Safety-Car seit über 20 Jahren und alle wissen, dass es bei jeder Intervention Gewinner und Verlierer gibt.“ Ein virtuelles Safety-Car kommt bei der Szene am Sonntag indes nicht infrage. „Wir haben geschaut, aber es gab einfach keine Lücke, um Marshalls auf die Strecke zu schicken“, erklärt Whiting.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / F1

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