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Formel 1: Vettel verteidigt Ferrari

— 10.06.2016

„Wir bereuen nichts“

Hat die Scuderia den Bogen bei der Aufholjagd auf Mercedes überspannt? Der Ferrari gilt als anfällig. Doch Sebastian Vettel gibt darauf gar nichts.

Trotz seiner 46 Punkte Rückstand auf WM-Spitzenreiter Nico Rosberg zeigte Sebastian Vettel sich in Montreal gut gelaunt. Als Edel-Fan Kim Reimer aus England dem Deutschen bei der Streckenbegehung mit einem Riesen-Modell seines Ferrari SF16-H auflauert, lässt er sich unbekümmert in ein Gespräch verwickeln - und unterschreibt auf seiner kleinen großen roten Göttin. Das Modell kann ja zum Glück nicht zicken...

Während sich an der Spitze ein Duell zwischen Mercedes und Red Bull abzeichnet, ist Ferrari aktuell nur noch die dritte Kraft in der Formel 1. Allein: Für Vettel ist diese jüngste Entwicklung nicht besorgniserregend. Der vierfache Weltmeister will sich von den Nebengeräuschen nicht ablenken lassen und arbeitet mit seinem Team unbeirrt am Plan, Ferrari wieder zurück auf die Siegerstraße zu bringen. „Dabei ist es auch ganz egal, was die anderen machen, denn es ändert nichts. Wir wollen, was uns angeht, nachlegen und nach vorne kommen“, sagt Vettel am Donnerstag in Montreal.
Ferraris neuer Turbo: Mehr Power für Motorstrecke

Mit einer kleinen Ausgabe seines Ferraris: Sebastian Vettel mit Fan am Donnerstag in Montreal

Als richtungsweisendes Schicksalsrennen betrachtet er den Kanada GP nicht. Auch wenn der Deutsche es „interessant“ findet, wie viel Zeitverbesserung ihm der neue Turbolader von Ferrari auf der Strecke einbringen wird. Das Ziel damit ist ganz einfach: „Schneller zu sein. Was wir bisher gesehen haben, ist in jedem Fall vielversprechend. Und Grund genug, damit an den Start zu gehen“, sagt der Deutsche.

Angst, dass mit dem neuen Teil auch die Zuverlässigkeitsprobleme der Scuderia zurückkehren, hat Vettel nicht. „Wenn wir der Meinung wären, dass es nicht hält, hätten wir es nicht mitgebracht“, wiegelt der Ferrari-Star auf Nachfrage von AUTO BILD MOTORSPORT ab. Gleichzeitig steht für ihn fest: „Das Potenzial ist da. Aber wir tun uns gerade noch schwer, es rauszuholen.“


Das spiegelt sich dann auch im WM-Stand wieder. 46 Punkte fehlen Vettel derzeit auf Spitzenreiter Nico Rosberg. „Wenn man in zwei von sechs Rennen nicht ankommt, kann man logischerweise nicht so viele Punkte haben, wie man sollte“, räumt Vettel ein. Doch der Deutsche weiß auch: „Mit ein bisschen mehr Glück und Geschick hätte die Performance besser sein können.“ Zum Beispiel zuletzt in Monaco. „Dort ging es nur um zwei, drei Runden. Wenn die anders laufen, fahre ich nicht um Platz vier sondern um Platz eins“, gibt sich der Ferrari-Pilot selbstbewusst.

Zuletzt im Regen von Monaco wurde Vettel nur Vierer

Dafür, dass es 2016 noch nicht zum Sieg gereicht hat, gibt es laut Vettel „Gründe, die teilweise in unserer Macht standen und teilweise nicht.“ Allein: Anlass zum Zweifeln gibt es in Bezug auf den bisherigen Saisonverlauf für den Heppenheimer nicht. „Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wir haben sehr, sehr aggressiv versucht aufzuholen - vielleicht hier und da ein Schritt zu aggressiv“, gibt Vettel zu. „Aber: Wir bereuen das nicht. Unsere Aufgabe ist es, nach vorne zu kommen. Und jeder im Team gibt dafür alles.“

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach

Fotos: Jerry Andre / Picture-Alliance

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