Vettels Funk-Frust: Von 2009 bis heute

Formel 1: Vettel vs. Verstappen

— 16.07.2017

"Hart aber fair"

Beschwerden am Funk, Gesten aus dem Cockpit: Max Verstappen und Sebastian Vettel lieferten sich ein Duell, das zumindest der Deutsche unnötig fand.

Es war das Duell des Rennens: Sebastian Vettel und Max Verstappen lieferten sich in Silverstone einen heißen Kampf. „Will er etwa Autoscooter fahren?“, funkte Verstappen an seine Red-Bull-Box, nachdem sich die beiden Kontrahenten in der Stown-Kurve leicht berührt hatten. Vettel stach spät innen rein, Verstappen wurde außen von der Strecke gedrückt. In der nächsten Kurve revanchierte sich der Holländer, hatte nun selbst die Innenseite - und schickte Vettel von der Bahn. Es folgte ein Handzeichen des Deutschen (s. Foto oben).

Verstappen machte sich vor Vettel ganz breit

„Das macht er jetzt ja immer - er kann nicht anders“, lachte Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda über die Szene der beiden Verfolger. Vettel, der wegen seiner Schimpftiraden am Funk zuletzt unter besonderer Beobachtung durch den Weltverband FIA steht, blieb diesmal aber cool. Nur als Verstappen wenige Runden später einen weiteren Überholversuch abblockte, motzte Vettel am Funk: „Das war schon wieder eine Bewegungsänderung beim Bremsen!“

Nach dem Rennen hatten sich die Gemüter aber schnell wieder abgekühlt. „Für die Zuschauer sah es sicher gut aus. Aber ich wollte einfach vorbei und das habe ich nicht geschafft. Ich habe alles versucht, aber es war ziemlich tricky“, sagte Vettel zum Duell mit Verstappen. „Im Endeffekt hat es uns beiden nichts gebracht und wir haben beide Zeit verloren“, so Vettel, der den Red-Bull-Piloten dann mit einem Undercut beim Boxenstopp schnappte. „Danach hat man ja gesehen, dass wir klar vorne und deutlich schneller waren“, so Vettel.

Für Verstappen war jedoch klar, dass er Vettel nicht einfach kampflos ziehen lassen würde. „Das hat Spaß gemacht“, lachte der Holländer nach dem Rennen in Bezug auf den spannenden Zweikampf. „Wir haben uns einmal touchiert. Aber alles hat geklappt. Das gehört dazu“, fand Verstappen und fügte an: „Der Kampf war hart aber fair.“

Schon am Start kamen sich die Rivalen ins Gehege

Vettel haderte indes damit, dass es soweit überhaupt kam. „Beim zweiten Start war meine Bremse in Flammen. Dass hat meinen Start natürlich stark kompromitiert. Die Reifen waren viel zu heiß und der Start war gar nix“, erklärte Vettel sein schlechtes Loskommen. Dabei fiel er hinter Verstappen zurück. Auch wenn er den Red-Bull-Piloten nochmal kurzzeitig überholen konnte, lag er am Ende der ersten Runde schließlich hinter dem Holländer. „Ab da wurde es schwer. Ich bin hinter ihm festgesteckt. Das hat uns nicht geholfen.“

Denn letzten Endes war es auch der frühe Undercut gegen Verstappen, der Vettel zwang, am Ende einen sehr langen Stint mit den weichen Reifen einzulegen - was wiederum den Reifenschaden am Schluss nach sich zog. „Es waren heute viele Kleinigkeiten, die zusammengekommen sind und es für uns zu einem schweren Nachmittag gemacht haben. Das ist natürlich bitter, weil deutlich mehr drin war und wir mit einem idealen Rennen Zweiter geworden wären“, so Vettel.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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