Sebastian Vettel: Sein Leben in Bildern

Sebastian Vettel Sebastian Vettel Sebastian Vettel

Formel 1: Vettels Blog aus Sao Paulo

— 09.11.2014

Platz fünf war das Maximum

Sebastian Vettel wurde beim Großen Preis von Brasilien Fünfter. In seinem Blog berichtet er auf AUTO BILD MOTORSPORT vom Geschehen in Sao Paulo.

Die heutige erste Runde hat leider etwas ungeschickt ausgesehen. Ich wollte versuchen etwas mehr Platz zwischen mir und Kevin Magnussen zu schaffen und habe ihm da am Ende etwas zu viel eingeräumt. Durch dieses Manöver bin ich leider zu sehr auf die schmutzige Seite gekommen und habe das Auto etwas verloren, wodurch ich dann leider zwei Plätze eingebüßt habe.

Gegen Kimi durchgesetzt

Positiv war dann aber, dass ich die beiden Plätze während des Rennens wieder zurückerobern konnte, allerdings war das ein harter Weg. Wir wussten, dass es heute sehr anstrengend werden würde und genauso ist der Grand Prix dann auch abgelaufen. Besonders die langen Geraden waren hart für unser Auto, weil das Überholen für uns hier immer noch sehr schwer ist. Allerdings habe ich alles in die Waagschale gelegt und konnte mich im entscheidenden Moment gegen Kimi durchsetzen und das heutige Endresultat fixieren.

Ein Quäntchen Power hat gefehlt

Ich denke, dass der fünfte Platz doch ein Ergebnis ist, mit dem wir gut leben können. Es wäre schön gewesen, noch etwas weiter vorne im Ranking zu stehen, aber unterm Strich war das heute unser Maximum. Wir konnten streckenweise bestimmt mit McLaren mithalten, aber für den entscheidende Angriff hat dann noch ein Quäntchen Power gefehlt. Trotzdem können wir stolz auf unsere Leistung sein und ich hoffe, dass wir uns in meinem letzten Rennen des Jahres sogar noch etwas verbessern können. Wir hören uns bald wieder aus Abu Dhabi!

Sebastian

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Samstag

Ich denke, dass man unser bisheriges Wochenende am besten mit dem Wort 'durchwachsen' beschreiben kann. Wir mussten uns am Freitag und auch heute während des Trainings langsam nach vorne arbeiten und richtig viel leisten, um das Auto auf eine konstante Linie zu bekommen. Zum Glück ist uns das dann heute Nachmittag doch gut gelungen und wir können unterm Strich mit dem sechsten Platz zufrieden sein, obwohl mit ein bisschen mehr Power noch mehr drin gewesen wäre.

Am Anfang mit der Brechstange

Die erste Qualifyingrunde war für uns heute sicher die härteste, weil ich zu dem Zeitpunkt noch sehr viel Untersteuern hatte. Ich habe dann mein Bestes versucht, dass Auto am Scheitelpunkt um die Kurve zu bekommen und habe es dann noch mit der Brechstange ins Q2 geschafft. Wir haben dann aber gleich reagiert, unter anderem mit dem Frontflügel, und ab dann lief es erheblich besser für uns. Das Auto war einfach um einiges verlässlicher und konstanter und somit ist es dann auch im Q3 ganz gut gelaufen.

Regen kann uns vorspülen

Es ist schwer genau zu prognostizieren, wie das Rennen morgen ablaufen wird, aber ich denke, dass die äußeren Umstände gerade hier in Brasilien sehr viel mitentscheiden können. Genau wie heute ist auch für morgen wieder Regen angesagt und sollte diese Prognose am Sonntag wirklich eintreffen, dann wird das Wetter sicher einen großen Faktor spielen. Dann heißt es, so gut wie möglich reagieren und die Boxenstopps so perfekt wie möglich zu timen, damit man mit dem richtigen Satz Reifen so weit wie möglich nach vorne kommen kann. Ich melde mich wieder, bis bald...

Sebastian

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Donnerstag

Je mehr wir uns dem letzten Rennen der Saison nähern, desto mehr denkt man natürlich auch darüber nach, dass eine wirklich gute Zeit zu Ende geht. Dass bald eine neue Zeit für mich anbricht ist sicher präsent, aber auch ein Gedanke, von dem ich mich 2014 nicht beherrschen lassen wollte. Sicher ist es traurig, wenn man einen so wichtigen Abschnitt des Lebens beendet, aber das spielt für mich noch eine Nebenrolle. Ich bin zurzeit immer noch im hier und jetzt und konzentriere mich nur auf das, was vor mir liegt und das ist im Moment der Grand Prix in Brasilien.

Besondere Anziehungskraft

Ich kann mich glücklich schätzen, weil ich behaupten kann, dass gerade dieses Land und dieses bestimmte Rennen doch einen ganz besonderen Stellenwert für mich haben. Ob das jetzt das verrückte Qualifying von 2009 oder das chaotische Rennen von 2012 war, hier ist es mir noch nie langweilig geworden und ich hatte hier bisher nur einzigartige Grand Prix. Irgendwie hat dieser Ort eine ganz besondere Anziehungskraft für verrückte Rennen, fast schon magisch. Es ist sicher nicht zu viel spekuliert, wenn ich sage, dass wir ganz bestimmt auch dasselbe von diesem Rennen erwarten können.

Jede Minute genießen

Hier kann einfach alles passieren und gerade diese Unberechenbarkeit macht und bei diesem Grand Prix auch so besonders Spaß. Es ist einfach eine Strecke, auf der man in jedem Moment beschäftigt ist und etwas zu tun hat - eine gute Konzentration ist hier Grundvorraussetzung für ein gutes Rennen. Sollten wir dann noch Glück haben und es regnet, dann können wir bestimmt auch ganz weit nach vorne „schwimmen“. Egal was passiert, wir alle werden jede Minute hier in Brasilien genießen und auskosten. Ich melde mich wieder, bis bald...

Sebastian

In Zusammenarbeit mit www.sebastianvettel.de & www.redbull.de
Fotos: Getty Images

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