Formel 1: Vettels Test-Blog aus Bahrain

Formel 1: Vettels Blog aus Spanien

— 11.05.2014

Von P15 auf Rang vier gefahren

Sebastian Vettel zeigte in Barcelona eine große Aufholjagd - in seinem Blog bereichtet er auf AUTO BILD MOTORSPORT vom Geschehen aus Spanien.

Sonntag

Nach einem Qualifying, das fast schon zum Vergessen war, bin ich über den Ausgang des heutigen Rennens natürlich umso glücklicher. Elf Plätze gutzumachen ist ungefähr das, was ich mir vorgenommen habe und ich bin sehr happy, dass ich dem Team wichtige Punkte schenken und zeigen konnte, was der RB10 kann, wenn alles gut funktioniert. Trotz der vieler Überholmanöver und Kämpfe hatte ich mit mir selbst sicher am meisten zu kämpfen, vor allem zu Beginn.

Ein sehr gutes Rennen

Der Start war ja nicht unbedingt ideal und ich hatte Schwierigkeiten, mich im Feld weiter nach vorne zu kämpfen. In solchen Momenten muss man sich dann immer selbst daran erinnern, ruhig und geduldig zu bleiben und gerade letzteres ist für einen Rennfahrer immer wieder aufs Neue eine Herausforderung. Zum Glück habe ich aber die Nerven behalten und konnte dann gleich zwei Plätze gutmachen, was dann der Anstoß eines doch sehr guten Rennens war. Besonders stark war dann auch der zweite Stint auf den harten Reifen, in dem wir den Anschluss ans Feld richtig gut hinbekommen haben. Danach hatte ich dann ja noch zwei Sets frische weiche Reifen und mit denen konnte ich richtig gut arbeiten und den nötigen Speed aufbauen, um mich nach vorne zu arbeiten.

Schönen Muttertag

Alles in allem sind wir also sehr zufrieden mit diesem ersten Rennen in Europa, wissen aber auch, dass wir gleich weiterarbeiten müssen und uns keine Sekunde ausruhen dürfen. Der nächste Grand Prix in Monaco kommt schneller als man denkt und dort wollen wir natürlich besonders glänzen. Bevor ich mich verabschiede, möchte ich noch einen Gruß in die Heimat schicken und allen Müttern einen wunderschönen Muttertag wünschen! Danke, dass ihr immer für uns da seid!

Ich melde mich bald wieder, bis dann ...

Sebastian

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Samstag

Dass es heute nicht für mehr gereicht hat, ist wirklich bitter, vor allem deshalb, weil bis zum Ausfall alles ganz gut geklappt hat. Ich habe mich heute einfach eine ganze Spur wohler als gestern im Training gefühlt und hatte alles gut unter Kontrolle und das Gefühl, dass es im Qualifying bergauf gehen kann.

Getriebe gewechselt

Dann kam leider eine der entscheidenden letzten Runden und plötzlich ging gar nichts mehr. All meine Gänge waren auf einmal weg und ich kam weder vor- noch rückwärts, was auch der Grund war, wieso ich das Auto nur stehen lassen und ausstiegen konnte. Es war bitter, weil wir bereits vor diesem Wochenende sehr hart an uns und dem RB10 gearbeitet und viel Energie in dieses Rennen investiert haben. Leider mussten wir das Getriebe wechseln. Das bedeutet für mich: Fünf Startplätze zurück!

Kein Todesurteil

Verloren ist trotzdem nichts. Ein 15. Startplatz ist sicher kein Ergebnis, dass sich jemand von uns erhofft hätte, aber es ist zur gleichen Zeit auch kein Todesurteil. Wenn morgen pünktlich zum Rennen alles gut funktioniert, werde ich alles tun, um mich vorzuarbeiten. Sobald die Ampel auf Grün schaltet werde ich Vollgas geben und so konzentriert wie möglich bleiben, um das heutige Qualifying wieder wett zu machen. Möglich ist am Ende immer alles. Zum Glück auch in der Formel 1.

Ich melde mich bald wieder, bis dann ...

Sebastian

In Zusammenarbeit mit www.sebastianvettel.de & www.redbull.de
Fotos: Getty Images

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