F1 aktuell

Formel 1: Vettels Pannen-Rekord

— 15.11.2010

Pleiten, Pech und der WM-Titel

128 Punkte verlor Sebastian Vettel in der Saison 2010 durch Fahrfehler und technische Defekte. Zum Titel hat es dennoch gereicht. Die Pannenliste, die fast Fernando Alonso zum Weltmeister gemacht hätte.

Pechvogel und Weltmeister gleichzeitig, geht das? Im Fall von Sebastian Vettel auf jeden Fall. Allein 128 Punkte verschenkten der Heppenheimer und sein Team 2010 durch technische Defekte und Fehler. Die Pannenliste: 13 Punkte gehen beim Saisonauftakt in Bahrain flöten, als eine kaputte Zündkerze die Führung kostet. Weitere 25 Zähler für den Sieg verliert er beim GP Australien, wo sich die Radmutter löst. Drei Punkte kostet in Spanien ein Bremsdefekt. 25 Punkte der Unfall mit Teamkollege Mark Webber in der Türkei. Zwölf Zähler ein am Start zum GP Großbritannien von Lewis Hamilton aufgeschlitzter Hinterreifen. Zehn Punkte verschläft Vettel beim GP Ungarn, als er den Neustart nach einer Safety-Car-Phase verpasst – Platz drei statt Sieg. Beim Unfall mit Jenson Button in Spa verspielt der Heppenheimer weitere 15 Zähler. Der Motorschaden in Südkorea verhindert einen Sieg und noch einmal 25 Punkte mehr auf Vettels WM-Konto.

In Korea platzt Sebastian Vettel in Führung liegend der Motor.

Der Defekt-Teufel war für den Pannen-Mann aber nie ein Grund, an seinem Team Red Bull zu zweifeln. Vettel zu ABMS: "Ich vertraue meiner Mannschaft und den Jungs, die an meinem Auto arbeiten, voll und ganz. Vorwürfe mache ich niemandem. Dafür verstehen wir uns viel zu gut!" Frustbewältigung auf hessisch sah so aus: "In Australien lagen wir souverän in Führung und hätten nur noch ins Ziel fahren müssen", erinnert sich der 23-Jährige. "Dann der Defekt. Natürlich habe ich meinen Helm in die Ecke geschmissen und an die Wand gebrüllt: 'Warum immer ich?' In dem Moment musste das einfach raus!" Wie auch in Korea. Sebastian Vettel: "Da wirkte ich nach dem Motorschaden zwar gefasst, hatte aber einen richtigen Hals. Deshalb bin ich um die Ecke gegangen und habe ein bisschen Fußball gespielt." Danach war Vettel wieder optimistisch. "Das Ganze zu verkrampft zu sehen, wäre falsch gewesen", weiß er. "Es gab auch viel Positives, auf das das Team und ich stolz sein konnten. Was passiert ist, war passiert. Also kämpften wir weiter." Mit dem Resultat, dass der Red Bull-Pilot wie angekündigt die letzten beiden Rennen in Brasilien und Abu Dabi gewann – und am Ende auch den Titel.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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