Sebastian Vettel beim Werbespot-Dreh

Formel 1: Vettels Spielplan

— 05.05.2010

Vettel will die Konkurrenz ausspielen

Vor dem Formel-1-Lauf in Spanien holte sich Sebastian Vettel noch ein paar Tricks von echten Profis. In Salzburg traf er die Weltmeister im Freestyle-Fußball. Danach widmete er sich wieder ganz dem Rennfahren.

Beim Europaauftakt der Formel 1 in Barcelona (7. - 9. Mai) will Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel (22) die Konkurrenz endlich wieder ausspielen. Das nötige spielerische Rüstzeug dafür hat sich der Heppenheimer bei den Weltmeistern im Freestyle-Fußball, Faruk Onmaz und Anders Solum, geholt. Die traf der WM-Fünfte im Red-Bull-Hauptquartier in Salzburg zur Dribbel-Lehrstunde. "Mal schauen, ob ich was davon beim Charity Fußball in Monaco (11. Mai) anwenden kann und so meine anderen Kollegen aus der Formel 1 beeindrucke", scherzte Sebastian Vettel auf seiner Homepage.

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Vize- traf Weltmeister: Sebastian Vettel (m.) mit den Freestyle-Kickern Faruk Onmaz (l.) und Anders Solum.

Beeindrucken will Vettel auch beim GP Spanien. "Die wichtigste Erkenntnis der ersten vier Rennen: Unser Auto ist eines der schnellsten und wir können immer ganz vorne rein fahren", sagt Vettel zu autobildmotorsport.de. "Deshalb ist der Blick nach vorn gerichtet." Muss er auch, denn die Punkteausbeute entsprach bisher nur beim Doppelsieg in Malaysia der Leistungsfähigkeit seines Red Bull RB6. "Deshalb war ich in der freien Zeit auch in England in der Fabrik und habe die letzten Rennen mit meinem Team noch einmal Revue passieren lassen. Wo lagen die Probleme, was muss man besser machen?", erklärt Vettel, räumt aber ein. "Meistens waren äußere Faktoren (defekte Zündkerze in Bahrain, defekte Radmutter in Australien, Regenchaos in China) Schuld, dass die Ergebnisse fehlten."

"Die technischen Probleme haben selbst uns überrascht"

Privatunterricht: Der Norweger Anders Solum (r.) zeigte Vettel das Jonglieren mit dem Ball.

Doch Vettel ist auch selbstkritisch genug um zuzugeben: "Natürlich sind die Schlagzeilen in den Medien nicht so nett, wenn wir es zwei Rennen hintereinander mit der Zuverlässigkeit nicht auf die Reihe gekriegt haben. Und natürlich liefen die ersten vier Rennen nicht nach unserem Geschmack. Aber die Probleme waren immer unterschiedlicher Natur und haben selbst uns überrascht." Vettel optimistisch: "Die Punkte, die wir trotzdem mitnehmen konnten, können am Jahresende wichtig sein. Gut, es hätten mehr sein können, aber da braucht man jetzt nicht mehr drüber zu diskutieren." Dass sich das Kräfteverhältnis in Barcelona gravierend ändern wird, glaubt Vettel nicht. "Niemand wird einen Sekundensprung machen, deshalb denke ich, dass die Reihenfolge der Teams gleich bleibt. An der Spitze werden Red Bull, Ferrari, McLaren und auch Mercedes den Ton angeben."

F-Schacht kommt später

Wie alle Top-Teams bringt auch Red Bull ein neues Aerodynamikpaket nach Katalonien. "Wir haben einige Neuerungen", verrät Vettel, "und werden auch einen Schritt nach vorn machen. Wie groß der sein wird, sieht man aber erst auf der Strecke. Da können die Windkanal- und Simulationsdaten noch so gut sein." Auf das ausgeklügelte F-Schacht-System von McLaren muss Vettel vorerst aber noch verzichten: "Der ist noch nicht fertig", gibt er zu, "aber wir sind da dran, weil es doch ein Vorteil ist." Über die Gerüchte, dass sein RB6 ein System hat, um die Fahrzeughöhe zwischen Qualifikation und Rennen zu verstellen, kann Vettel weiterhin nur lachen. "Das war eine absolute Ente. Ich weiß auch nicht, wie unsere Konkurrenz darauf gekommen ist. Aber die FIA hat unser Auto oft genug gecheckt und für legal befunden."

Autor: Bianca Garloff

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