Mercedes in Monaco

Formel 1: Wann kracht’s bei Mercedes?

— 22.05.2014

Ein Lauda - zwei Meinungen

Lewis Hamilton und Nico Rosberg kämpfen 2014 um die Weltmeisterschaft: Mercedes-Boss Niki Lauda hat die schwere Aufgabe, seine Piloten im Zaum zu halten.

Wir müssen zugeben, wir waren dann doch etwas irritiert. Als AUTO BILD MOTORSPORT Mercedes-GP-Aufsichtsrat Niki Lauda am Donnerstag vergangener Woche telefonisch zum Teamduell Hamilton gegen Rosberg und der Wahrscheinlichkeit einer Kollision in Monaco befragte, mussten wir uns anhören: „So ein Schmarrn! Die beiden sind erwachsen genug. Die brauchen keine Nanny. Bislang sind sie vernünftig geblieben und haben nichts falsch gemacht und das wird auch so bleiben.“ Ex-Ferrari-Star und Lauda-Freund Gerhard Berger hatte zuvor geunkt, dass der dreimalige Weltmeister bald Kindermädchen für seine Starpiloten spielen müsse. Lauda war ganz und gar nicht dieser Meinung.

Schneller Meinungswandel

Zumindest vor sieben Tagen. Gestern nun erzählte er unseren Kollegen von Auto Motor und Sport, dass es sehr wohl krachen können zwischen den WM-Favoriten im Silberpfeilteam. Ja was denn nun, Herr Lauda? Der Österreicher muss grinsen, als AUTO BILD MOTORSPORT ihn darauf anspricht: „Ich habe meine Meinung eben geändert“, sagt der Mercedes-F1-Boss nun. „Je länger die beiden alleine vorneweg fahren – und ich hoffe, das tun sie – desto größer wird die Wahrscheinlichkeit eines Crashs. Das ist doch ganz logisch.“ Dachten wir auch – allerdings schon vor einer Woche...

Lauda genießt die Diskussion

Der Rummel um WM-Leader Lewis Hamilton (li.) ist derzeit riesig: Bleiben beide Mercedes-Piloten trotzdem cool?

Egal. Fest steht: Lauda hat die beiden Kampfhähne gestern Abend zusammen mit Teamchef Paddy Lowe und Toto Wolff zum Abendessen auf Gerhard Bergers Yacht eingeladen. Frage von uns: „Saßen beide an entgegengesetzten Enden des Tisches?“ Lauda lacht: „Nein, beide saßen neben mir. Der eine links, der andere rechts!“ Der Aufsichtsratsvorsitzende genießt die Diskussionen um sein Team, zumindest solange Mercedes dominiert. „In erster Linie ist das Duell zwischen Nico und Lewis doch perfekt für den Sport“, hebt er in der morgen erscheinenden Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT hervor. „Mercedes verzichtet auf die Stallorder und lässt beide ohne Einschränkung gegeneinander fahren.“ Mit dem Risiko, dass es eben doch irgendwann krachen kann.

Hat Hamilton zu lange gefeiert?

Nach dem ersten freien Training des Großen Preises von Monaco ist die Crashgefahr jedenfalls nicht geringer geworden. Hamilton fuhr Bestzeit vor Rosberg. Der Abend zuvor muss übrigens lang gewesen sein. Fast kam der WM-Führende aus England zu spät zum Training. Als er sich mit dem Boot von seiner Wohnung ins Fahrerlager bringen ließ, hatte die Sitzung bereits begonnen. Mehr Informationen und exklusive Zitate zur Crashgefahr bei Mercedes: Morgen in AUTO BILD MOTORSPORT – als Heft im Heft am Kiosk.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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