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Formel 1: Wechselt Hamilton zu Ferrari?

— 20.04.2015

Räikkönen kämpft um neuen Vertrag

In Bahrain fuhren sie aud die Plätze eins und zwei: Parallel sind Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen auch die Königsfiguren auf dem Fahrermarkt der F1.

Ein bisschen träumen darf erlaubt sein. Dass Lewis Hamilton seinen neuen Formel-1-Vertrag bei Mercedes noch immer nicht unterzeichnet hat, sorgte am Rande des Großen Preises von Bahrain für Spekulationen. Denn: Bei Ferrari endet zur selben Zeit - sprich nach dieser Saison - der Kontrakt mit Kimi Räikkönen. 2016 sind damit nach aktuellem Stand die beiden wohl begehrtesten Cockpits in der Motorsport-Königsklasse noch frei. Hamiltons Zögern lässt manche vermuten, dass er mit einem Wechsel zu Ferrari liebäugeln könnte. Ein Dream-Team in Rot, wie es selbst der traditionsreichste Rennstall der Formel 1 noch nicht hatte: Vettel und Hamilton - zusammen kommen beide schon jetzt auf sechs WM-Titel.

Räikkönen schlägt unter Druck zurück

Räikkönen schlug gegen seine Kritiker zurück, fuhr erstmals seit 2013 wieder aufs Podium

„Es wäre großartig, Lewis bei Ferrari zu sehen”, sagte Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone. „Ob Sebastian das wollen würde: Ich weiß es wirklich nicht.” Hamilton bei der Scuderia würde dem Sport guttun - „100 Prozent”, findet Ecclestone. Hamilton & Vettel - zwei absolute Gewinner-Typen, die auf der Strecke gleichermaßen kompromisslos auf Sieg getrimmt sind, daneben aber kaum unterschiedlicher sein könnten. Damit es aber überhaupt dazu kommen könnte, müsste Räikkönens Vertrag nicht verlängert werden - beziehungsweise Ferrari auf eine Option verzichten, die die Scuderia nach Aussagen des Finnen auf seine Dienste auch über 2015 hinaus hat. Mit der bisherigen Leistung von Räikkönen sei er glücklich, „aber er muss pushen. Und das weiß er”, sagte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene in Bahrain - vor dem Rennen.

Nach Räikkönens zweitem Platz am Sonntag betonte er: „Kimi is back.” Der Finne feierte seinen ersten Podiumsplatz seit Oktober 2013. „Wenn sie mich jetzt fragen, ob er es nun, jetzt, heute, verdient hat, dass wir die Option ziehen, sage ich ihnen: Ja”, meinte der Ferrari-Teamchef. Räikkönen gebe aber immer das Beste, wenn er ein bisschen in Schwierigkeiten stecke, sagte Arrivabene mit einem Schmunzeln. Im Moment sei das Papier weiß. „Und dann nimmt man den Stift und nimmt ihn wieder weg - und Kimi fährt aufs Podium”, erklärte Arrivabene. Der mittlerweile 35 Jahre Räikkönen, bis dato letzter Ferrari-Weltmeister (2007), musste Ende 2009 schon einmal für einen höher dekorierten Rivalen weichen. Damals wechselte der zweimalige Champion Fernando Alonso zur Marke aus Maranello.

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Liefert der Finne nun aber ab, was Ferrari sich von ihm wünscht, dürfte er den Zuschlag für 2016 bekommen. Die Frage wäre nur: Wann wird die Scuderia die Entscheidung fällen? Und wird Hamilton tatsächlich, so er den Abschluss seines neuen Kontraktes wirklich davon abhängig macht, Mercedes so lange warten lassen? „Mich hat er nicht angerufen”, betonte Ferrari-Teamchef Arrivabene am Sonntagabend in Bahrain. Bei Mercedes könnte der Platz neben Nico Rosberg frei werden - nicht minder begehrt im Fahrerlager. Ein vorstellbarer Kandidat wäre der Finne Valtteri Bottas, er fährt für Williams - dem Team liefert Mercedes die Motoren. Oder Pascal Wehrlein, schon testerprobt im Silberpfeil, könnte von der DTM in die Formel 1 befördert werden. „Dass so viel in der Öffentlichkeit darüber gesprochen wird, liegt daran, dass er eine solch besondere Persönlichkeit und außerdem Weltmeister ist”, erklärte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Hamilton wolle den Vertrag unterschreiben, bekräftigte Wolff wie schon mehrfach in den vorangegangenen Wochen. Passiert ist es noch nicht. Wolff bleibt aber optimistisch. Wie gut sie sich kennen würden, wurde Vettel in einem Interview der „Bild am Sonntag” im Zusammenhang mit den Spekulationen um Hamilton gefragt. „Puh, geht so”, antwortete der 27 Jahre alte Heppenheimer und erzählte von einer ungewollten Siegstrategie gegen den Briten aus der Vergangenheit: Er habe Hamilton mal ein „nerviges Quietscheding” für dessen Hund Roscoe geschenkt. Damit habe der Vierbeiner die ganze Nacht gespielt, und er habe dann Hamilton beim Start und im Rennen geschlagen. „Vielleicht schenke ich ihm als nette Geste mal wieder eins”, meinte Vettel. So unter Formel-1-Kollegen. (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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