Hautnah: Nico Rosbergs Titelbilder

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Formel 1: Wehrlein ist "bereit"

— 04.12.2016

Wolff: "Was würde Ferrari ohne Vettel tun"

Mercedes sucht einen Nachfolger für Weltmeister Nico Rosberg. Und zwei Deutsche haben die besten Karten. Das sagt Sportchef Toto Wolff.

Weltmeister Nico Rosberg tritt ab – und erst langsam realisiert die Formel 1, was das eigentlich bedeutet. Vor allem Motorsportchef Toto Wolff steht vor der wichtigen Aufgabe einen Nachfolger zu finden. Denn auch ihn traf die Ankündigung Rosbergs wie aus heiterem Himmel. Witzig: Der Weltmeister sagte es seinem Boss nicht persönlich!

„Wir saßen sogar noch in der Lounge am Flughafen zusammen“, erinnert sich der Österreicher. „Dann trennten sich unsere Wege. Ich wollte nach Stuttgart, er nach Wiesbaden. Ein paar Minuten später rief er an – hochemotional.“ Wolff hat dabei gar nicht erst versucht, den Deutschen von einem Verbleib zu überzeugen. Wolff: „Wir kennen uns nun seit vier Jahren und was ich an Nico bewundere, ist die Klarheit seiner Gedanken. Er weiß genau, was er tut. Und der Weg, wie er die Formel 1 verlässt, ist bewundernswert: auf dem Höhepunkt abzutreten, das schaffen nicht viele.“

Um dieses Cockpit geht es

Dabei reißt Rosbergs Rücktritt ein tiefes Loch in die Teamstruktur bei Mercedes. „Er ist  ein extrem wichtiger Stützpfeiler gewesen“, erklärt der Mercedes-Teamchef.  Nico hat viel für die positive Energie ins Team gebracht, uns die Entwicklungsrichtung des Autos vorgegeben, Input fürs Set-up geliefert. Er hinterlässt eine große Lücke. Jemand wie ihn zu ersetzen, wird schwer.“

Schon in den nächsten Tagen soll die Entscheidung über einen Nachfolger gefällt werden. Wolff: „Es wird ein rational strukturierter Prozess. Niki und ich haben schon darüber diskutiert. Am Montag bin ich zurück in Brackley und werde mich mit den Ingenieuren beraten und hoffentlich jemanden finden, der in diese großen Fußstapfen treten kann.“

Offiziell spricht Wolff dabei von drei Szenarien. Erstens: ein klassischer Nummer-zwei-Pilot. Zweitens: ein Mercedes-Junior-Fahrer wie Pascal Wehrlein oder sein französisches Pendant Esteban Ocon. Drittens: ein Top-Fahrer. Explizit auf Sebastian Vettel angesprochen, erklärt der Wiener heute der Gazzetta dello Sport: „Es ist nicht meine Intention mich in interne Angelegenheiten bei Ferrari einzumischen und ich weiß nicht mal, ob Sebastian den ernsthaften Wunsch hat zu uns zu kommen. Was würde Ferrari ohne Vettel, McLaren ohne Alonso oder Williams ohne Bottas im Dezember machen? Das dritte Szenario ist dasjenige, das mir am wenigsten zusagt."

Die besten Chancen hat deshalb aktuell Mercedes-Junior Pascal Wehrlein. Der Schwabe selbst bleibt auf Nachfrage aber bescheiden: "Ich bin bereit wie ich für alles bereit bin, was Mercedes in Zukunft mit mir vorhat."
Rosberg-Nachfolger: Die VW-Frage

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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