Wehrlein

Formel 1: Wehrlein mit Einjahresvertrag

— 10.02.2016

Lieber F1 als DTM-Titelverteidigung

Pascal Wehrlein hat das erste Interview als Formel-1-Pilot hinter sich: Über die Beförderung, die Ziele und die bisherigen Leistungen des Deutschen.

Seinen ersten offiziellen Auftritt als Formel-1-Fahrer hat Pascal Wehrlein (21) bereits absolviert. In einer Telefonpresserunde mit deutschen Journalisten sagte er: „So gerne ich den Titel in der DTM verteidigt hätte, ich wollte schon immer in die Formel 1. Ich bin mega happy, dass dieser Traum in Erfüllung gegangen ist.“
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Bereits seit vergangener Woche steht der Einjahresvertrag mit Manor fest. „Natürlich ist das Team letztes Jahr weit hinten gelegen, aber was ich bisher gesehen habe stimmt mich positiv. Wir hoffen, dass wir einen Schritt nach vorne machen können“, gibt sich Wehrlein vor seiner Premierensaison zuversichtlich.

Bekannt wurde Wehrlein dem deutschen Publikum bereits 2014 durch einen unverschuldeten Unfall bei einer Sponsorenfahrt im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol. Es war der Tiefpunkt seines noch jungen Lebens. Aber auch der Wendepunkt. Denn danach schrieb er nur noch sportliche Schlagzeilen.

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So war er im Februar 2015 in Barcelona der erste Formel-1-Fahrer der Geschichte, der an einem Tag zwei verschiedene Autos testete. Morgens den Force-India, mittags den Mercedes. Im Oktober wurde Wehrlein in Hockenheim dann jüngster DTM-Meister aller Zeiten. Nun ist der Schwabe der nächste Deutsche in der Formel 1. Wehrlein strahlt: „Mich macht das stolz, dass ich es durch mein Talent und ohne viel Geld geschafft habe. Die letzte Saison war extrem wichtig. Hätte ich den DTM-Titel nicht gewonnen, wer weiß, ob ich diese Chance dann erhalten hätte.“

Vater fährt nur Mercedes

Das Mercedes-Engagement in der DTM 2013 bis 2015 war für den ehemaligen Kart- und Formel-3-Piloten nur als Übergang gedacht. „Mein Vater war Fan von Mika Häkkinen (Weltmeister 1998 und 1999; d. Red.). Ich habe mit ihm Formel-1-Rennen angeschaut, seit ich fünf war“, erzählte Wehrlein einst im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT, „da habe ich ihm irgendwann gesagt: Ich will auch mal Formel-1-Fahrer werden.“
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Auch die Liebe zu Mercedes vermittelte der Herr Papa. Wehrlein: „Er ist absoluter Mercedes-Fan. Er fuhr nie andere Autos. Was anderes als Mercedes käme ihm nicht auf den Hof.“ Wehrlein, im Cockpit eine Mischung aus Lewis Hamilton und Nico Rosberg, erst mal auch nicht.


„Er war schon unser Formel-3-Zögling“, erinnert sich Ex-Mercedes-Sportchef Norbert Haug (62), „ich habe es 2012 noch in die Wege geleitet, dass er DTM fährt. Toto Wolff hat ihn dann gleich zum Formel-1-Testfahrer befördert und das macht der Toto nur, wenn jemand viel Potenzial hat.“

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Wehrlein hat das. In seiner Meisterprüfung in der DTM glänzte er durch Konstanz und Zweikampfstärke. Haug: „Er ist ein großes Talent und ein cooler Junge, der unter Druck nicht knackt und nicht knirscht. Mercedes hat 2015 nur drei Rennen gewonnen (zwei Wehrlein; d. Red.), Audi zehn. Trotzdem ist Pascal Meister geworden. Das sagt doch alles.“

Sein größter Förderer war und ist Mercedes-Sportchef Toto Wolff. „Nach seinem Titel in der DTM war die Formel 1 der nächste logische Schritt für Pascal“, sagt der Österreicher zu AUTO BILD MOTORSPORT. Man hört: Im Mercedes-Simulator fährt er schon jetzt auf Augenhöhe mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg...

Autoren: Bianca Garloff, Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance / Mercedes

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