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Formel 1: Wehrlein vor erstem Grand Prix

— 19.03.2016

„Silberpfeil ist das Ziel“

Für Deutschlands neuen Formel-1-Fahrer wird der Große Preis von Australien das Debüt: Das sagt Manor-Pilot Pascal Wehrlein vor seinem ersten Rennen.

Herr Wehrlein, Sie gehen morgen von Platz 21 in Ihr erstes Formel-1-Rennen. Wie lautet Ihr Ziel?

Pascal Wehrlein: Den Grand Prix zu Ende fahren! Und wenn wir mit anderen Teams kämpfen können, dürfen wir zufrieden sein. Es ist wichtig, dass wir den Anschluss ans Mittelfeld finden und nicht wie 2015 hinterher fahren. Darauf kann man aufbauen.
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Wie nervös sind Sie vor dem ersten Grand Prix?

Wehrlein gibt in Australien sein Formel-1-Debüt

Um ehrlich zu sein: Ich war vor dem ersten DTM-Rennen aufgeregter. Inzwischen konnte ich dort so viel Erfahrung sammeln, dass ich derzeit eigentlich ganz ruhig bin. Ich fand auch, dass ich mich im Winter mit dem Team gut vorbereiten konnte. Ich fühle mich bereit. Ich bin ja auch schon seit längerer Zeit Formel-1-Autos gefahren. Den Mercedes oder den Force India beim Testen zum Beispiel. Das einzige, was man nicht üben kann, sind die Rennen.

Sie waren bislang in allen Serien vorne dabei. Wie gehen Sie damit um, jetzt erst einmal hinterherfahren zu müssen?

Wenn ich 15. oder 18. werde, heißt das jetzt nicht, dass ich schlecht war. Wenn ich das Maximum herausgeholt habe, bin ich zufrieden.

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Hilft es dabei zu wissen, dass Manor nur eine Übergangslösung ist?


Ich denke noch nicht daran, was in ein oder zwei Jahren ist. Klar besteht mein Ziel darin, eines Tages im Silberpfeil zu sitzen, hoffentlich Rennen zu gewinnen und um den Titel zu kämpfen. Aber heute ist das zu weit gedacht. Ich muss mich zuerst bei Manor beweisen.
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Was passiert, wenn einer der Mercedes-Fahrer nicht fahren kann?

Das haben wir nicht durchgesprochen. Aber ich schätze, dann würde ich wohl einspringen (schmunzelt).

Wer war Ihr Vorbild zu Kindertagen?

Kann das wahr sein: Wehrlein in der Königsklasse...

Mika Häkkinen im McLaren-Mercedes. Als ich vier oder fünf Jahre alt war, habe ich in Hockenheim mein erstes Formel-1-Rennen gesehen. Da war mir klar - das will ich eines Tages auch machen. Ich war immer Mercedes-Fan - wie mein Vater. Auch dem kommt kein anderes Auto auf den Hof.

Wird es ein komisches Gefühl sein, wenn Sie morgen gegen einige Helden Ihrer Kindheit antreten?

Nein, ich schaue nicht danach, wer in den anderen Autos sitzt. Und sollte ich überrundet werden, mache ich für silberne und rote Autos gleichermaßen Platz (lacht).

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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