Wehrlein

Formel 1: Wehrlein zieht Bilanz

— 23.09.2016

"Zunächst war es ein Schock"

Mercedes-Junior Pascal Wehrlein zieht gegenüber ABMS exklusiv Bilanz über seine ersten 15 Formel-1-Rennen. Wie hat er den Umstieg aus der DTM erlebt?

Mercedes-Junior Pascal Wehrlein gibt im Interview in der aktuellen Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT zu: Seine ersten Rennen beim Hinterbänklerteam Manor waren „zunächst ein Schock“!
Wehrlein 2017: Er will Klarheit

Wehrlein: "Man will es im Vorhinein nicht wahrhaben. Gerade als Meister in der DTM war ich wohl nicht realistisch genug, um wirklich einzusehen, dass mehr als Platz 20 nicht wirklich drin ist. Das konnte und wollte ich mir wohl nicht eingestehen."

Mittlerweile ist Wehrlein angekommen in der Realität des Formel-1-Hinterfelds. „Man gewöhnt sich dran“, sagt er. "Und alles andere war die Sahne obendrauf. In Monza vor einem McLaren zu starten oder in Q1 von Spa in den Top 10 zu sein, sind ganz besondere Ausnahmen. Wir sind eigentlich nicht in der Position, mit Teams zu kämpfen wie McLaren, Toro Rosso oder Force India. Und das gibt mir wieder die Extra-Motivation für schwierige Rennen."

Pascal Wehrlein kann zufrieden sein mit seiner ersten Saison

Wie der Weg in den Silberpfeil bis 2019 indes weitergeht, steht noch nicht fest: "So einfach ist das nicht“, räumt der Schwabe ein. "Natürlich will ich eines Tages für Mercedes fahren, und natürlich will ich auch Weltmeister werden mit Mercedes. Es gibt aber keinen Plan, außer immer Leistung zu zeigen."

Wehrlein weiter: "Wenn ich jetzt zum Beispiel zwei Jahre lang Manor weiter nach vorne bringen kann, wäre das ein sehr gutes Zeugnis, weil ich eine große Herausforderung gemeistert habe und einem Team helfen konnte sich zu steigern. Genauso, wenn ich mit Mercedes-Unterstützung in ein anderes Team wechsele und dort womöglich einen erfahreneren Teamkollegen schlage. Wenn ich liefere, habe ich als Mercedes-Junior gute Chancen auf ein Cockpit im Silberpfeil."

Dass er seinen aktuellen Teamkollegen Esteban Ocon regelmäßig schlägt, hilft dabei. Der Deutsche mit einer Mutter aus Mauritius gibt zu: "Im direkten Vergleich sieht Esteban Ocon bisher nicht besser aus als ich. Und er gilt ja allgemein als Überflieger. Meine Leistungen werden deshalb jetzt noch mehr wahrgenommen."   

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: J.Andre/Motorsportpics.de; Hersteller

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