Die besten Bilder aus Hockenheim

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Formel 1: Weltmeister feiert Siegesserie

— 01.08.2016

Happy Hamilton „unschlagbar“

Lewis Hamilton geht mit einem breiten Grinsen in die Sommerpause: WM-Vorsprung ausgebaut, dickes Lob vom Chef und endlich keine Journalisten mehr.

Sechs Siege aus den vergangenen sieben Rennen: Lewis Hamilton ist derzeit nicht aufzuhalten. Es ist punktemäßig die beste Serie, die der Brite in seiner zehnjährigen Formel-1-Karriere jemals hingelegt hat und längst hat er so die ehemals 43 Punkte Rückstand auf Nico Rosberg in 19 Zähler Vorsprung umgewandelt. 62 Punkte hat Hamilton dem deutschen Rivalen in gerade mal zwei Monaten abgeknöpft - und staunt darüber selbst nicht schlecht: „Das ging wirklich schnell“, sagte Hamilton am Sonntag in Hockenheim mit einem verblüfften Grinsen.

Hamilton feierte bereits seinen 49. Grand-Prix-Sieg

„An einem guten Tag, denke ich, ist er unschlagbar“, hatte Mercedes-Sportchef Toto Wolff seinem Star kurze Zeit vorher Rosen gestreut. „Ich wusste gar nicht, dass er das gesagt hat“, freute sich Hamilton, erklärte aber zeitgleich: „Ich fühle mich nicht unschlagbar. Im Sport ist man nie unbesiegbar. Aber: Wenn ich in Topform bin, habe ich das Gefühl, dass ich die Nummer eins sein kann.“ Als Nummer eins, bei Mercedes und in der WM, geht Hamilton nun auch in die vierwöchige Sommerpause der Formel 1 - ein Umstand, auf den er noch vor wenigen Wochen keinen Cent gewettet hätte.

„Damals fühlte es sich fast so an, als könnte es nicht mehr schlechter werden“, sagte der Weltmeister mit Blick auf seinen Stolperstart in die Saison, voller technischer Pannen und schließlich der Teamkollege-Kollision in Barcelona. Für Hamilton hatte sie letzten Endes aber etwas Gutes, markiert sie doch immerhin den Wendepunkt im Duell mit Rosberg. Der Deutsche, davor sieben Rennen lang ungeschlagen, hatte an dem Ende seiner Serie in Spanien deutlich mehr zu knabbern als „Jäger“ Hamilton. Rosberg ließ in der Folge Federn - und viele Punkte liegen. Doch trotz seines 19-Punkte-Vorsprungs: Noch wiegt sich Hamilton im Titelduell nicht in Sicherheit.

In Hockenheim war der Brite ohne echte Konkurrenz

„Es wird definitiv ein Rennen geben, wo ich weiter hinten starten muss. Nico wird das wahrscheinlich gewinnen und ich weiß noch nicht, wie weit ich dann noch vorkomme und Schadensbegrenzung betreiben kann“, sagte der Titelverteidiger mit Blick auf sein Motorenkontingent. Hamilton hat bereits fünf Aggregate eingesetzt. Nach der Sommerpause wird in Belgien oder spätestens eine Woche später in Italien eine Rückversetzung in der Startaufstellung für das Überschreiten der Mindestanzahl fällig. Unter Umständen nimmt Mercedes sogar eine Doppelstrafe in Kauf, um Hamilton zwei weitere Motoren für das restliche Jahr geben zu können. Dann müsste der Brite schon von ganz hinten losfahren.

„Ob ich dann noch in die Top-5 kommen kann, jetzt, wo auch Red Bull immer stärker wird, ist sicherlich die Frage“, sagte Hamilton und rechnete schon einmal vor: „Noch habe ich deshalb nicht wirklich das Gefühl, weit vorne zu sein, weil ich noch keinen Rennsieg (25 Punkte; d. Red.) Vorsprung habe. Erst, wenn das der Fall ist, dann ist es okay.“ Zuerst einmal geht es für Hamilton aber zum Krafttanken in den Sommerurlaub. Wobei die Unterscheidung zwischen diesem und seinem sonstigen Leben - Hamilton ist für seinen ausschweifenden Jet-Set-Lifestyle bekannt - eher schwer werden dürfte...

Daumen hoch: Hamilton geht zufrieden in die Pause

„Ich freue mich trotzdem darauf. Dann muss ich euch wenigstens alle ein paar Wochen lang nicht sehen“, sagte Hamilton in seiner Medienrunde mit einem dicken Grinsen zu den Pressevertretern, ehe er eine halbseidene Einladung folgen ließ: „Wenn ihr mit mir zusammen Urlaub machen würdet, hättet ihr sicher eine gute Zeit - und danach vor allem viele Geschichten zum Schreiben.“ Die oftmals geäußerte Kritik an seinem Lebensstil perlt am Weltmeister übrigens ab, wie er mit einer Art Schlussplädoyer glaubhaft versicherte: „Ich lebe mein Leben, wie ich es leben will, bereue nichts. Man weiß nie wann es vorbei ist. Deswegen muss man alle Möglichkeiten nutzen und alles daran setzen, seine Ziele zu verwirklichen - und es dabei trotzdem genießen. Denn das Leben ist zu kurz, um nicht glücklich zu sein.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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