Die Karriere von Lewis Hamilton

Formel 1: Weltmeister stürmt durchs Feld

— 12.11.2017

Hamilton scheitert an Räikkönen

Lewis Hamilton zeigt in Sao Paulo eine bravouröse Aufholjagd, stürmt aus der Boxengasse noch auf P4 - einen Rekord verfehlt er aber knapp.

Diese Bestmarke hat Lewis Hamilton um 0,846 Sekunden verpasst: So viel fehlt dem Briten im Ziel auf den Drittplatzierten Kimi Räikkönen im Ferrari. Damit schafft es Hamilton beim Brasilien GP nicht, nach seinem Start aus der Boxengasse noch aufs Podium zu fahren. Das ist zuvor nur Jarno Trulli (2009 für Toyota in Australien) und Sebastian Vettel (2012 für Red Bull in Abu Dhabi) gelungen.

Einer nach dem anderen, Position um Position...

Mercedes-Sportchef Toto Wolff findet trotzdem: „Das war die Leistung des Rennens, der beste vierte Platz, den ich je gesehen habe!“ Das sehen auch die Fans so, wählen Hamilton zum Fahrer des Tages beim Brasilien GP. „Ich hoffe, sie haben die Show genossen", sagt Hamilton. „Ich hatte heute am Ende wirklich nichts mehr im Herzen oder im Auto. Ich habe da draußen alles gegeben.“

Im Anschluss an die Safetycar-Phase ist Hamilton schon nach wenigen Runden 14. Danach überholt er Runde für Runde die langsameren Gegner, liegt nach neun Umläufen bereits in den Top-10. „Das war ein Spaß! Es hat sich angefühlt wie früher in meinen alten Karttagen. Da musste ich auch immer von hinten los“, erinnert sich Hamilton.

Lewis Hamilton machte im Rennen keine Gefangen

Der Brite pflügt durchs Feld, ärgert sich deshalb aber auch ein wenig: „Gestern habe ich es verbockt und mich dadurch in die schlechtestmögliche Position gebracht. Ich war heute schnell genug, um von der Pole bis ins Ziel zu führen und das Rennen zu gewinnen.“

Auch dank eines prall gefüllten Mercedes-Ersatzteillagers. Vor dem Rennen bekommt Hamilton einen neuen Verbrennungsmotor, einen neuen Turbolader und eine neue Wärmemaschine (MGU-H). Weil die Antriebseinheit nur noch ein Rennen aushalten muss, kann Mercedes den Motor voll aufdrehen. Hamilton hat leichtes Spiel. Auf der Zielgeraden fliegt der Mercedes den Ferrari um 7,4 km/h davon. Teamkollege Valtteri Bottas ist ebenfalls vier km/h langsamer.

Mit P4 verpasste Hamilton das Podium dennoch knapp

Hamilton verrät: „Ich habe zum ersten Mal von der ersten bis zur letzten Runde attackiert und bin den Motor so hart gefahren, wie es geht. Am Ende sind mir leider die Reifen ausgegangen.“ In Kimi Räikkönens Windschatten ist Schluss, der Finne lässt Hamilton nicht mehr aufs Podium. „Ich wusste, dass er mit voller Power, voller Elektrokraft und DRS angreift“, berichtet der Ferrari-Star. „Dabei habe ich ein bisschen zu oft in den Rückspiegel geschaut und mich selbst ein paar Mal in der ersten Kurve verbremst. Ich hatte aber ein gutes Auto für die letzten drei Kurven vor der langen Gerade. Das hat mich gerettet.“

Obwohl es für Räikkönen nicht mehr reicht, fällt Hamiltons Fazit positiv aus: „Heute war wieder ein guter Tag. Es gibt keinen Raum für Fehler wie den am Samstag, wenn man der Beste sein will und nach Perfektion strebt. Aber natürlich passieren hin und wieder doch welche. Das ist aber auch Teil des Wachstumsprozesses.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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