Formel-1-Weltmeisterschaft

Formel-1-Weltmeisterschaft

— 20.05.2005

Sonntags-Quali hat ausgedient

Die Startaufstellung wird künftig wieder an einem Stück ermittelt. Zurück zur alten Regel geht's bereits am Nürburgring.

Vollbremsung in der Formel 1: Die umstrittene Sonntags-Qualifikation wird nach nur sechs Rennen wieder abgeschafft. Bereits beim GP von Europa am 29. Mai 2005 auf dem Nürburgring sollen die Startplätze wieder ausschließlich am Samstag vergeben werden. Dann sollen die Autos im Einzelzeitfahren bereits im Renntrimm an den Start gehen. Die Start-Reihenfolge in der Qualifikation richtet sich nach den Ergebnissen des vorangegangenen Grand Prix.

Der zu Saisonbeginn eingeführte Modus mit einem gesplitteten Qualifying stand von Beginn an in der Kritik. "Da hat man ein Eigentor geschossen. Eine Änderung wäre der richtige Schritt", hatte unter anderem Toyota-Pilot Ralf Schumacher gefordert. "Die Botschaft des Samstags sollte die Startaufstellung für den Sonntag sein", forderte auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Und Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug hatte weitere gewichtige Argumente gegen den umstrittenen Modus: "Wir haben uns etwas anderes gewünscht und sind sehr stark an Veränderungen interessiert. Der Zuschauer steht für uns im Mittelpunkt."

Weltmeister Michael Schumacher gab sich etwas diplomatischer: "Ich kenne keine Regel, die alle zufrieden gestellt hat. Das Schlimmste ist jedoch, jedes Jahr immer wieder alles zu ändern", sagte der siebenmalige Champion in Monte Carlo, wo am Sonntag (14 Uhr) der Glamour-Grand-Prix von Monaco gestartet wird.

Schon in Bahrain saßen die Teamchefs erstmals im Motorhome von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, um sich über das Qualifying auszutauschen. Nach drei Rennen monierte die Mehrheit, das Training sei zu langweilig und undurchsichtig geworden. Nur konnte man sich nicht auf einen anderen Vorschlag einigen. In Monte Carlo trafen sich die Teamchefs nun schon zum dritten Mal, um über die Angelegenheit zu beraten – diesmal mit Erfolg. Die vom Concorde-Abkommen geforderte Einstimmigkeit ist inzwischen hergestellt.

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